AKTIENTIPS 1999

Möchten Sie die Aktientips von 2010, 2009, 20082007, 2006, 2005, 2004, 2003, 2002, 2001, 2000 oder 1998 sehen?
Zurück zu den Aktientips der letzten Monate



01/1999

Mensch und Maschine Software AG

Riskant, aber reizvoll - Mensch und Maschine Software AG!
Wenn MuM nur für die nächsten Jahre das Wachstumstempo beibehalten kann, dann werden die Aktionäre viel Freude bekommen. Noch ist das Unternehmen mit einem Umsatz von 160-250 Millionen DM ein mittelständische Firma, doch halten wir es für denkbar, da§ MuM in den nächsten Jahren mindestens um 25% im Umsatz und um 35% im Gewinn jährlich wächst. Was uns nachdenklich stimmt, ist die starke Abhängigkeit von dem Lieferanten Autodesk und die insgesamt niedrige Umsatzrendite. Bei einem Umsatz- und/oder Gewinneinbruch mu§ der Anleger starke Nerven haben.

Wolverine World Wide, Inc

Ein interessantes Mauerblümchen - Wolverine World Wide, Inc.
Auch zu Zeiten der EUROphorie sollte man die Anlage in US-Aktien nicht vergessen. Wolverine zeichnet sich durch ein exzellentes, bewegliches, international denkendes Management aus. Schuh-Aktien gehören zur Zeit nicht zu den bevorzugten Börsentiteln. Alles, was nicht mit Internet oder Telekommunikation zu tun hat, ist aus der Mode. Aber diese wechselt! Der Langfristanleger und Contrarian sollte das ausnutzen, denn die Wolverine-Aktie, die trotz guter Gewinnentwicklung 60% Kursverlust mitmachte, wird irgendwann wieder entdeckt und dem mittelfristig denkenden Anleger gute Profite bringen.

Nach oben

02/1999

Saint Gobain

Von König Ludwig XIV. 1665 gegründet - Saint Gobain.
Ein Industrieunternehmen, welches über 330 Jahre auf dem Buckel hat, und immer noch zu den führenden Gesellschaften Europas gehört, und zwar mit einer kräftigen Portion an Wachstumsappeal, sollte in jedes international orientierte Depot gehören. Schon von 1996 bis 1998 konnte man mit dieser Aktie seinen Einsatz fast verdoppeln. Nun ist bei kräftig gestiegenem Gewinn dieser Wert wieder attraktiv geworden.

KBA

Auch im Zeitalter des Internet bleibt die Zeitung attraktiv und damit auch KBA.
Der drittgrößte Druckmaschinenhersteller nach Heidelberger Druck und MAN-Roland ist Koenig & Bauer, abgekürzt KBA genannt, mit Stammsitz in Würzburg. Nach der Wiedervereinigung übernahm KBA Planeta in Radebeul und mußte in diese Beteiligung nicht nur viel investieren, sondern auch Verluste übernehmen. Jetzt wird aber die Ernte eingefahren und da sich KBA zusätzlich vor Aufträgen kaum retten kann, ist die Hauptsorge, daß die Bestellungen von vielen Großanlagen termingerecht und ohne Anlaufschwierigkeiten abgewickelt werden können.

Nach oben

03/1999

J.D. Edwards

Seit Jahren sind die Hersteller von betriebswirtschaftlicher Standardsoftware von einem Höhepunkt zu dem nächsten geeilt. Die Einführung des EURO, aber insbesondere das Milleniumproblem veranlaßte viele große, aber auch mittlere Firmen, ihre Software - kurz ERP genannt - umzustellen. Großer Profiteur war SAP, die auch zum richtigen Zeitpunkt ein exzellentes Softwareprogramm entwickelt hatte. Es gab auch Firmen, die sich beim Wachstum, insbesondere durch Erwerb vieler Konkurrenten, verschluckten - BAAN ist mit einem 250 Millionen USD Verlust 1998 in aller Munde. Daneben gibt es aber noch J.D. Edwards, mittlerweile fast Nr.2 im Geschäft, eine Gesellschaft, die seit Gründung 1977 nie mit Verlust gearbeitet hat und mittlerweile ein Finanzpolster von 500 Millionen USD besitzt. Wir empfehlen dieses Unternehmen genau zu studieren.

NOVARTIS

NOVARTIS Im Jahre 1996 aus der Fusion von Ciba und Sandoz entstanden, hat das Unternehmen das Fusionskonzept im wesentlichen umgesetzt. Der Gewinn ist kräftig gestiegen, aber der Kurs stagniert seit über einem Jahr. Immerhin ist NOVARTIS Weltmeister im Pharmabereich mit einer gut gefüllten Medikamenten-Pipeline und auch im Agrobusiness behauptet NOVARTIS noch die Weltspitze. Bei Kursen um oder unter 2550 sfr erscheint die Aktie kaufenswert.

Nach oben

04/1999

FRESENIUS

Vor 5 Jahren haben wir FRESENIUS zum ersten Mal zu umgerechnet EURO 29,60 empfohlen. Der Wertzuwachs betrug bis heute fast 500%. Aber nicht nur die Kurse sind gestiegen, sondern auch der Gewinn je Aktie hat sich um 378% verbessert, und was noch viel wichtiger ist, FRESENIUS ist heute das führende Unternehmen für Dialyseprodukte und Dialysedienstleistungen in der Welt mit einem Umsatz von 3,8 Milliarden EURO. Trotz steigender Gewinne stagniert der Kurs seit Ende 97 und ist sogar teilweise rückläufig. Eine gute Chance, diesen Topwachstumswert günstig zu kaufen.

AES

Energieerzeugung weltweit wird nur von wenigen Stromversorgern betrieben. Die deutschen Unternehmen wie VEBA und RWE sind, wenn überhaupt, nur in Europa echt aktiv. Dagegen ist AES Corporation an 94 Kraftwerken mit 28.000 MW weltweit beteiligt. Als die Krise in Brasilien ausbrach, wo AES stark engagiert ist, stürzte der Kurs von 48 USD auf 23 USD. Wir empfehlen, diese Aktie bis USD 49,30 zu kaufen. Seit 1991 steigerte AES kontinuierlich den Umsatz um 29,3% jährlich und den Gewinn je Aktie um 24,5% jährlich. Nachdem sich offensichtlich die Finanzmärkte international wieder etwas beruhigt haben, steigt auch das Interesse an AES, die im übrigen auch an der Berliner Börse gekauft werden können.

Nach oben

05/1999

Hagemeyer NV

Ein Handelshaus mit dem Unternehmensziel "Shareholder Value schaffen" - das ist Hagemeyer NV aus den Niederlanden. Seit vielen Jahren hat Hagemeyer den Aktionären mit stetig steigenden Gewinnen Freude bereitet, auch die Börsenkurse stiegen entsprechend. Seit 1997 ist jedoch der Wurm in der Aktie: während die Gewinne weiter steigen, fallen die Kurse. Dies ist für den mittelfristig denkenden Anleger der richtige Augenblick, die Aktien ins Depot zu nehmen.

Portugal Telecom

Klein, aber oho - so könnte man Portugal Telecom bezeichnen, wenn dieser einzige EURO STOXX 50 Wert aus Portugal sich nicht ganz kräftig im portugiesisch sprechenden Brasilien engagiert hätte. Heute kontrollieren die Portugiesen die bedeutendste Mobilcom-Gesellschaft in Brasilien, wenn nicht Lateinamerika. Mit der bisher durch Kredit finanzierten Beteiligung steigen zwar die Risiken, aber noch mehr die Chancen. Bei Kursen um 40 bis 42 EURO sollte man zugreifen.

Nach oben

06/1999

INVACARE Corporation

Zur Zeit an der Börse nicht gefragt und deswegen preiswert zu haben sind die Aktien der INVACARE Corporation, die zu den weltweiten Marktführern für medizinische Geräte gehören, die besonders in der Heimpflege eingesetzt werden. Dazu gehören Krankenstühle, Heimpflegebetten und Sauerstoffgeräte. Invacare spürte 1997 ebenfalls den Margenverfall aufgrund des harten Wettbewerbs in der Gesundheitsbranche. Gesundheitspolitiker und Krankenversicherer wollen der Kostenflut im Gesundheitswesen durch die Reduzierung der Budgets Herr werden. INVACARE reagierte prompt, setzte 40 Millionen USD für Kostensenkungsmaßnahmen ein und erzielte schon ab 4. Quartal 98 wieder zweistelliges Wachstum. KAUFEN, solange der Kurs noch am Boden ist, und dann aber geduldig sein, bis der Markt diesen Wachstumswert wieder entdeckt.

MAN

MAN in Aktion - so lautete kürzlich die Überschrift eines Artikels in der WamS. Mit dem MAN-Chef Rudolf Rupprecht wurde in den Jahren 96 bis 98 der MAN-Konzern wieder profitabel gemacht. Im laufenden Geschäftsjahr (endend am 30.6.99) will MAN über 500 Millionen EURO vor Steuern verdienen. Damit ist MAN in der Lage nicht nur für das interne Wachstum Kapital einzusetzen sondern auch größere Akquisitionen zu tätigen. Ziel ist es, den Umsatz in 5 Jahren zu verdoppeln. Dabei sollte der Gewinn mitziehen. Damit sollte dieser DAX-Wert der Investitionsgüterbranche für Anleger attraktiv werden. Bis 33 EURO kaufen!

Nach oben

07/1999

OCÉ

- der Spezialist für Kopier- und Drucksysteme - erleidet zur Zeit eine Börsentalfahrt, die fast beängstigend ist. Dabei sind die Ergebnisse auf hohem Niveau stabil, und spätestens im vierten Quartal sollen auch Umsatz und Gewinn wieder zweistellig steigen. Das galt im ersten Quartal nur für den Gewinn, der sich um 13% verbesserte, während der Umsatz nur um 5,3% stieg. Bei OCÉ stimmt nicht nur die Produktpalette mit digitalen hochvolumigen Kopierern (auch im Breitformat) und Hochleistungsdrucksystemen, sondern auch das Vertriebsnetz mit einer exzellenten Marktdurchdringung in Europa und in den USA. Mit einem KGV von 15 ist diese Aktie ein klarer Kauf, allerdings sieht der Chart zur Zeit nicht sehr attraktiv aus. Daher ist wahrscheinlich Geduld angesagt, die sich aber lohnen sollte.

RENTOKIL

Ein englisches Wachstumsunternehmen par excellence, durchläuft zur Zeit eine Durststrecke. Eine Verlangsamung des Umsatzwachstums, beileibe nicht der Gewinnentwicklung, hat zu einem Kurseinbruch geführt, der die Aktie wieder kaufenswert macht. Steigen Sie ein in diesen Konzern, der weltweit mit Dienstleistungen rund um die Hygiene im Umsatz bisher 20% und im Gewinn 28,5% jährlich zulegte.

Nach oben

08/1999

ADIDAS-SALOMON

ADIDAS-SALOMON nach Durststrecke wieder interessant!
Wenn auch der Absatz noch nicht so recht anspringen will, konnte das Management dank einer stringenten Kostenkontrolle und der zunehmend erfolgreichen Integration von Salomon höhere Gewinne erwirtschaften. Sorge bereitet noch die hohe Verschuldung. Für den mutigen Investor sind jedoch Börsenkurse bis 94 Euro Kaufkurse!

CeWe Color

CeWe Color ist schon heute der größte konzernunabhängige europäische Fotoverarbeiter. Das Management verfolgt eine gezielte europäische Expansion, und in jedem Land, in dem man einen Stützpunkt aufbaut, will man zu den ersten drei Anbietern gehören. Neu im Programm wurde die digitale Fotografie aufgenommen. CeWe Color ist eine solide Wachstumsaktie, die im Gewinn in der letzten Zeit stärker zulegt als im Umsatz. Kaufen bis 27,40 Euro!

Nach oben

09/1999

Metallgesellschaft

Metallgesellschaft wieder ein DAX-Kandidat.
Vor wenigen Jahren war dieser deutsche Blue Chip aufgrund von hochspekulativen Warenterminspekulationen nahe dem Konkurs. Durch den bekannten Sanierer Kajo Neukirchen wurde die Gesellschaft nicht nur gerettet, sondern zielstrebig zu einem Spezialunternehmen für Anlagenbau (GEA und Lurgi) und Chemie umgewandelt. Die noch verbliebenen Sparten Metallhandel und Bautechnik sollen veräußert bzw. bei Investoren plaziert werden. Damit bietet das Unternehmen auch bei vorsichtiger Bewertung eine Zukunftsperspektive, die eine Kursverdoppelung innerhalb von 5 Jahren möglich erscheinen läßt.

AKZO N.V.

Von einem eher zyklischen Chemiewert zu einer Wachstumsaktie - AKZO N.V.
Vor kurzem konnte AKZO sein in einer neuen Gesellschaft Acordis zusammengefaßtes Fasergeschäft veräußern und den Pharmabereich durch den Erwerb der Hoechst-Tiermedizin kräftig stärken. Damit mausert sich AKZO zu einem Wachstumsunternehmen mit den Geschäftsfeldern Pharma, Farben und Lacke sowie Spezialchemie. Zukünftig sollte der Gewinn viel stabiler und stärker wachsen. Ein höheres KGV als 14-15 ist ebenfalls angesagt.

Nach oben

10/1999

CLAYTON HOMES

gehört in den USA der Fertighaushersteller-Branche an. Diese hat zur Zeit erhebliche Schwierigkeiten. Überkapazitäten, Finanzengpässe, drohende Konkurse lassen ein Dumping von Fertighäusern zu Billigpreisen befürchten. Clayton ist jedoch einer der Starken der Branche, baut nur auf Bestellung und hat einen starken Vertrieb und eine gut arbeitende und profitable Darlehns- und Versicherungsvermittlungsgesellschaft. Die Aktie ist zur Zeit bei 9 US Dollar unschlagbar preiswert. Anleger mit mittelfristiger Investmentstrategie sollten dies Unternehmen genau unter die Lupe nehmen.

NOVO NORDISK

ist allen Diabetikern bekannt. Dieser dänische Insulinhersteller erfindet ständig neue Medikamente auf Insulinbasis, die den Zuckerkranken helfen. Deswegen ist das dänische Unternehmen auch führend in der Welt in diesem Bereich. Die Herstellung von Enzymen für die Industrie ist ebenfalls ein Kerngebiet, welches zur Zeit jedoch gewisse Probleme aufweist. Die Aktie hatte 1998 mit 1200 dkr einen Höhenflug, ist jedoch jetzt mit 830 dkr wieder moderat bewertet. Eine geplante Aufspaltung der drei Kernbereiche in separate an der Börse notierten Gesellschaften sollte zusätzlich das Interesse für die Aktie wecken.

Nach oben

11/1999

Wolters Kluwer nv

Wolters Kluwer nv gehört zu den führenden Verlagshäusern in der Welt mit vielen bekannten eigenständigen Verlagen in 26 Ländern. Zielgruppe sind die professionellen Leser und Nutzer für die Bereiche Rechts- und Steuerwesen, Wirtschaft, Medizin-Wissenschaft sowie Bildung und Professionelles Training. Geographisch liegen die Schwerpunkte mit 50% in Europa und 39% in Amerika. Wolters Kluwer zeichnet sich seit 1989 durch ein kontinuierliches Gewinnwachstum von deutlich über 15% jährlich aus. Als die Gesellschaft 1999 als Unternehmensziel ein Gewinnwachstum von nur 10-15% veröffentlichte, sackte der Kurs um 30% ab. Eine gute Gelegenheit, das Unternehmen unter die Lupe zu nehmen. Das Ergebnis unserer Analyse - siehe November-Ausgabe des Concerta-Aktienservice - lautet: Kaufenswert!

Applebee's International

In den USA gibt es nicht nur McDonalds Schnellrestaurants, sondern es ist auch ein Land mit den verschiedensten Restaurantketten, die mit einem guten Konzept schnell Akzeptanz und Verbreitung finden. Dazu gehört insbesondere Applebee's International, die 1980 gegründet, bereits 1989 mit einer Kette von 54 Restaurants an die Börse gingen und heute weit über 1000 Restaurants selbst führen oder durch Franchisenehmer betreiben lassen. Es sind gemütliche Restaurants, preiswert mit freundlicher Atmosphäre, "rund um die Ecke". So etwas kommt bei jungen Familien ebenso wie bei Senioren an. Seit 1991 stiegen Umsätze und Gewinne jährlich um 48% bzw. 38,8%. Das soll eine SAP erst einmal nachmachen. Zur Zeit werden die Aktien nur mit dem 18fachen Gewinn bewertet, und auch wenn man kräftige Abstriche bei den Wachstumsraten der Vergangenheit macht und den zukünftigen Bewertungsrahmen anpaßt, ist die Aktie bei 30 USD preiswert zu haben. Das Unternehmen selbst ist gleichfalls dieser Meinung und hat für über 80 Millionen USD zu diesem Kurs Aktien zurückgekauft.

Nach oben

12/1999

AHOLD

Zum konsumstarken Dezember gehören zwei Unternehmen, die von der Weihnachtskaufwut profitieren. Das sind mit Sicherheit AHOLD und WELLA, wobei AHOLD zusätzlich von dem starken Dollar profitiert, denn über 70% des Gewinns erzielt AHOLD in den USA. Deswegen wird nach einem starken 3. Quartal in den letzten drei Monaten der AHOLD-Gewinn explodieren und sogar auf Jahresbasis zwischen 25% und 30% höher liegen als 1998. Da der Kurs seit Jahresanfang um 30-35 EURO dümpelt, ergibt sich eine gute Kaufgelegenheit für diesen Supermarktriesen, der es sich zum Ziel gesetzt hat, die Verbraucher mit guten Produkten und die Aktionäre mit guten Ergebnissen zu beglücken.
Kaufen zwischen 30 und 33 EURO!

WELLA

WELLA Aktionäre waren mit dem Umsatz- und Gewinnzuwachs im dritten Quartal 99 offensichtlich nicht zufrieden, obwohl immerhin der Gewinn vor Steuern um über 24% zulegte und das Neunmonatsergebnis um 12,4% steigen ließ. Zum Weihnachtsfest und Jahreswechsel werden sicherlich Umsatz und Gewinn nochmals kräftig anziehen, denn der Einzelhandel reibt sich schon heute die Hände über die endlich wieder auflebende Kaufwut der Bürger. WELLA VZ sind bei Kursen um 24 EURO sehr preiswert und sollten den Anlegern auf einen Zeitraum von 5 Jahren Freude bereiten.

Nach oben