AKTIENTIPS 2000

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01/2000

Hannover Rückversicherung

Hannover Rückversicherung ist unter seinem agilen Vorstandsvorsitzenden mittlerweile die fünftgrößte Rückversicherung in der Welt geworden. Dabei hat man das sehr stark schwankende und margenumkämpfte Sachschadenrückversicherungsgeschäft zugunsten von Lebensrückversicherungs- und innovativen Finanzprodukten abgebaut. Die Gesellschaft ist ausgesprochen aktionärsfreundlich, bekannt für alljährliche Dividendensteigerungen um 10% und Vollausschüttung des Gewinns. Das konnte die Gesellschaft auch in der Vergangenheit praktizieren, denn bei der Umstellung nach US GAAP stellte sich heraus, daß gemäß internationalen Maßstäben der Gewinn doppelt so hoch war, wie bisher nach deutschem Handelsrecht ausgewiesen. Im Vergleich zu anderen Versicherern ist diese Wachstumsaktie mit einem KGV von 11 nach US GAAP spottbillig.

UNILEVER

UNILEVER ist neben Nestle in Europa einer der größten Lebensmittelkonzerne, ist gleichzeitig aber auch stark in Waschmittel- und Körperpflegeprodukten. Die über 1600 Marken sollen auf die 400 umsatz- und ertragsstärksten Marken reduziert werden. Davon erwartet der neue Chef von Unilever eine Erhöhung der Umsatzrendite von 11% auf 13,5%, gleichzeitig soll das autonome Wachstum von 2,3% auf 4% angehoben werden. Wenn dies alles in den nächsten 5 Jahren realisiert wird, sollte der Gewinn mindestens um 10% jährlich steigen, wenn sich nicht sogar verdoppeln. Nach einem Kursrückgang um über 30% ist das Unternehmen mit den begehrten Markenprodukten wie Omo, Lipton, Becel, Rama, Magnum Eis, Boursin und Milkana, aber auch Calvin Klein, Chloé, Elizabeth Arden und Faberge wieder attraktiv. Ein solides Investment für den Langfristanleger.

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02/2000

Randstad

Personaldienstleister hatten und haben eine Konjunktur. Der Markt wächst jährlich um 10%, wobei die Grenze nach oben offen ist, denn die Marktdurchdringung ist gering. Lediglich 1-3% der Arbeitnehmer werden in Europa über Personaldienstleister eingesetzt. Deswegen ist es auch nicht verwunderlich, daß bei den Marktführern wie Adecco und Randstad die Wachstumsraten der letzten Jahre zwischen 20% und 30% liegen. Während Adecco auch im Kurs gewinnt und mittlerweile mit einem KGV von 35 bezahlt wird, erleben wir zur Zeit bei Randstad das Gegenteil. Ein Grund sich diese Aktie näher anzuschauen!

Sterling Commerce

Wer Programme und Dienstleistungen bietet, um im Internet besser E-Commerce zu betreiben, gehört zu den Lieblingen der Investoren. Bei Sterling Commerce ist dies offensichtlich nicht so, denn seit dem Börsengang 1996 ist die Bewertung kontinuierlich von einem KGV von über 40 auf unter 20 gesunken. Eine notwendig gewordene Neuausrichtung im Jahre 1999 hat dazu sicherlich beigetragen. Zwischenzeitlich sind jedoch die ersten Erfolge der Neuorientierung in Zahlen sichtbar. Anleger, die sich vor einer volatilen Kursentwicklung nicht fürchten, sollten beim derzeitigen Kursniveau von 27 USD einsteigen.

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03/2000

Zurich Allied AG

Die Schweizer Holding der Zurich Financial Services ist durch den Zusammenschluß 1998 zwischen der B.A.T. Industries und der Zürich Versicherungsgruppe entstanden. An ZFS ist die Zurich Allied mit 57% beteiligt. Mit 20 Millionen Kunden in 60 Ländern und 415 Milliarden USD verwaltetem Vermögen gehört das Unternehmen zu einem der großen Finanzdienstleister. Die Aktie wurde - wie so viele Finanzwerte - in den letzten Monaten sträflich vernachlässigt. Seit 1992 ist der Gewinn ziemlich stetig um fast 25% jährlich gestiegen, wenn man einmal von dem Fusionsjahr 1998 absieht. Die Kurse folgten dem Gewinnzuwachs in der letzten Zeit nicht, so daß sich eine interessante Kaufgelegenheit ergibt. Auch Chartisten sagen eine Trendwende im Laufe des Jahres 2000 voraus.

Compuware Corp.

Compuware ist der fünftgrößte unabhängige Software- und Computerdienstleister nach Microsoft, Oracle, Computer Associates und SAP mit einem Umsatz 1999 von über 1,6 Milliarden USD. Das Unternehmen besteht schon seit 25 Jahren und ist in den letzten 5 Jahren durchschnittlich um 30% gewachsen. Fortune klassifizierte Compuware im Januar 2000 als Nr. 29 unter den am schnellsten wachsenden Gesellschaften in den USA. Im dritten Quartal bis 31.12.99, erwirtschaftete Compuware 47,2% mehr Umsatz mit 637,4 Millionen USD, der Gewinn je Aktie kletterte um 0,08 USD auf 0,32 USD. Bei einem historischen Umsatzwachstum von 36,9% jährlich und rasanten Gewinnsteigerungen ist die aktuelle Bewertung mit einem KGV von knapp 20 sehr günstig. Ein etwas schwächeres zweites Quartal, Gesundheitsprobleme des Präsidenten und ein von der Kartellbehörde untersagter Unternehmenskauf ließen den Kurs von fast 40 USD auf rund 20 USD ins Bodenlose stürzen. Wer eine Art SAP zu einem Drittel des Kurses haben will, sollte bei Compuware um 20-22 USD einsteigen.

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04/2000

IDS Scheer

Aktien am Neuen Markt werden immer höher bewertet als zum Beispiel im DAX. IDS Scheer ist ein Beratungs- und Softwarehaus, welches von Professor Scheer, Saarbrücken, im Jahre 1985 gegründet wurde. Seitdem ist dieses Unternehmen, welches unter anderem auch Handwerkzeuge für die SAP-Programme herstellt und in Lizenz vergibt, stetig gewachsen. Es werden mit rund 900 Mitarbeitern fast 100 Millionen Euro umgesetzt. Gewinn und Einnahmen steigen im Schnitt deutlich über 30% im Jahr. Vor kurzem erfolgte der Einstieg in die Informationstechnologie, von der sich IDS Scheer erhebliches zusätzliches Wachstum verspricht. Das Unternehmen ist nicht billig, verfügt aber über eine überzeugende Performance und prall gefüllte Akquisitionskasse.

UBS Gruppe

Bei den Banken und Finanzdienstleistern herrscht die Fusionitis vor, siehe u.a. Deutsche/Dresdner oder Hypo/Vereinsbank. UBS, hervorgegangen aus der Union Banque Suisse und der Schweizerischen Bankgesellschaft, hat diese Phase bereits hinter sich. Diese Gruppe ist mit UBS Warburg eine führende Investmentbank und der größte Vermögensverwalter in der Welt sowie die Bank Nr. 1 in der Schweiz. Im letzten Jahr konnte der Gewinn auf 6,3 Milliarden CHF mehr als verdoppelt werden. Und das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange.

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05/2000

AEGON

Mit AEGON-Aktien haben Anleger in den letzten 10 Jahren durchschnittlich pro Jahr 39% Wertzuwachs erzielt. In der Zwischenzeit ist dieser fast reinrassige Lebensversicherer zu einer der größten Gesellschaften dieser Sparte in den USA geworden. Neben dem Heimatmarkt Niederlande ist auch Großbritannien ein Hausmarkt. In Deutschland bietet AEGON über seine hier ansässige Lebensversicherungsgesellschaft mit zunehmenden Erfolg MoneyMaxx Versicherungs- und Investmentprodukte an. Die Aktie war lange Zeit recht teuer. Seit einiger Zeit stagniert das Kurswachstum. Es war eher rückläufig von 110 EURO auf bis zu 67 EURO. Da die Gewinne kräftig gestiegen sind, hat sich das KGV auf 26 zurückgebildet. Eine Chance, preiswert einzusteigen.

LEONI AG

Deutsche Nebenwerte sind nicht in der Gunst der Anleger, abgesehen von großen Ausnahmen. Alles schaut fixiert auf die Neue-Markt-Werte oder die DAX-Aktien. Dabei gibt es Nebenwerte mit einer hochinteressanten Wachstumsstory. Dazu gehört LEONI, die seit 1569 Drahtprodukte herstellen und heute technologisch anspruchsvolle Kabelbäume sowie Bord-Netzsysteme produzieren. Die Wachstumsaussichten sind gut, die Aktie ausgesprochen billig. Wer Geduld hat und einen gewissen Mut, gegen den Strom zu schwimmen, könnte mit LEONI Aktien eine reiche Ernte einfahren.

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06/2000

BERU AG

Alles stöhnt über die ständig steigenden Kraftstoffpreise und damit die Verteuerung des Autofahrens. Nur mit Dieselfahrzeugen ist die Belastung noch erträglich, denn diese sind sparsamer im Verbrauch, und der Liter Diesel kostet 25-30% weniger als Benzin. BERU, Weltmarktführer in der Herstellung von Dieselkaltstarttechnik, profitiert von den steigenden Zahlen von Dieselfahrzeugen. Das Unternehmen hat den Gewinn je Aktie seit 1996 verdoppelt. Selbst wenn der Gewinn nur um 14,8%, statt wie bisher um 26,7% jährlich steigen würde, wäre eine Kursverdoppelung auf Basis des sehr bescheidenen KGV von 12,1 möglich. Neue Marktwerte würden bei einem Wachstum von 15% p.a. mit KGVs von 20 und mehr auffahren - hier bei einem zur Zeit wenig attraktiven Autozulieferer reicht ein KGV von 12 aus, um eine jährliche Gesamtrendite von fast 20% p.a. machbar zu machen. Nach unten ist der Kurs gut abgesichert, weil eine Investmentgruppe, Carlyle genannt, offensichtlich bereit ist, Aktien zu 31 EURO aufzukaufen. Der Vorstand hält jeden Preis von unter 40 EURO für zu niedrig. Aktueller Kurs 32 EURO, kaufen bis 37 EURO.

ENDESA S.A.

- Spanischer Energieriese auf Expansionskurs.
Endesa erzeugt 47% der Elektrizität in Spanien und verteilt rund 43% des Stroms. Eine gezielte Expansionspolitik, insbesondere nach Südamerika, hat dazu geführt, daß Endesa mit 22 Millionen Kunden in 12 Ländern auf drei Kontinenten zu den vier größten Versorgern weltweit gehört. Dabei ist die Tätigkeit nicht nur auf Strom beschränkt, hinzu kommen Gas, Wasser und Telekommunikation. Das Unternehmen verspricht solides Wachstum, die Kurse sind über die Jahre mit den üblichen Schwankungen kontinuierlich gestiegen. Dieser EURO STOXX 50 Wert ist eine gute Depotbeimischung für den Langfristanleger.

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07/2000

JONES APPAREL GROUP

- eine interessante Aktie des legendären Warren Buffett.
Warren Buffett war bei vielen Anlegern, besonders den dot.com Fetischisten in Verruf geraten, als seine Coca Cola oder Gillette den Bach runtergingen, während Amazon, Red Hat und viele andere NASDAQ-Aktien ständig neue Rekorde brachen. Nunmehr ist wieder P2P ein Muß, während B2C, das Internetgeschäft mit dem Verbraucher und B2B, Business to Business, sehr kritisch als Geschäftskonzept beäugt werden. P2P heißt auf neudeutsch "Path to Profitability". Eine ganz neue Erkenntnis, die unserem Analysekonzept allerdings besser entspricht. Nach dieser Leitlinie ist Jones Apparel ein Kracher, denn seit 1991 stieg der Umsatz um das Zehnfache auf über 3 Milliarden USD, und der Gewinn wurde von 50 Millionen USD auf 314 Millionen USD mehr als versechsfacht. Dabei ist die Aktie mit einem KGV von 12,6 auf Basis eines Aktienkurses von 21,5 USD ausgesprochen preiswert. Wir empfehlen ein intensives Studium!

VODAFONE AIRTOUCH

VODAFONE AIRTOUCH ist der größte Mobilfunkbetreiber des Jahres 2000 und wird auch nach Integration von Mannesmann, bzw. dem D2-Netz überdurchschnittlich wachsen. Die augenblickliche Kursdelle sollte zum vorsichtigen Einstieg in diese allerdings immer noch hoch bewertete Wachstumsaktie genutzt werden. Bei Kursen um 250-270 p, guten Nerven und einem mittelfristigen Anlagehorizont kann dies ein lukratives Investment werden. Rufen Sie unsere Analyse in der Juli-Ausgabe des Concerta-Aktienservice ab.

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08/2000

LINDE AG

LINDE AG ein Spitzenwert der "Old Economy".
Die Aktionärsstruktur ist so solide wie das Spitzenunternehmen mit den "klassischen" Sparten Anlagenbau, Fördertechnik, Kältetechnik und Industriegase selbst. Größere Aktienpakete sind in der Hand der Allianz, Commerzbank und der Deutschen Bank. Linde ist heute ein weltweit tätiges Unternehmen führend in modernen Technologieprojekten wie unter anderem dem Gasanlagenbau. Mit dem Erwerb der schwedischen Gruppe AGA 1999 hat Linde in diesem Bereich weltweit Position Nr. 2 erreicht. In der Fördertechnik ist Linde sowieso bereits weltweit Marktführer. In der Kältetechnik ist Linde Marktführer auf dem europäischen Markt und hat keinen Grund, kalte Füße zu bekommen. Das Geschäft läuft aufgrund der sich momentan ständig verbessernden wirtschaftlichen Situation in Europa sehr gut. Der Aktienkurs liegt zur Zeit bei etwa 47 Euro. Die Kaufzone sehen wir bis etwa 60 Euro. Unter Betrachtung des durchschnittlichen KGV der letzten 5 Jahre von 21,4 und einem Chance-Risiko-Verhältnis von 6,3 zu 1 kann man mit dieser Aktie eigentlich nichts verkehrt machen. Ganz besondere Aufmerksamkeit gilt allerdings einer der jüngsten Entwicklungen von Linde im Bereich der Industriegase: Linde stellt auch Wasserstoffgas her. Dies wird wiederum bei der Brennstoffzellentechnik benötigt und die hat Zukunft.

PREUSSAG

PREUSSAG vom Maschinenbauer zum Touristikkonzern.
Bei Preussag ist zur Zeit Hochsaison. Dies gilt allerdings eher für das Geschäft, den Hauptgeschäftszweig des traditionellen deutschen DAX-Wertes, die Reise- und Touristikbranche, nicht für den Kurs der Aktie. Der dümpelt bei 30 bzw. 31 Euro so vor sich hin. Zu Unrecht, wie wir meinen. Die Akquisition der britischen Thomson Travel Group, hinter der die Konkurrenz auch her war, ist unter Dach und Fach. Mit der vollständigen Übernahme wird Preussag Marktführer in Europa. Und ein Ende der deutschen Reiselust ist nicht gerade in Sicht. Das erste Halbjahr 2000 lief auch nicht schlecht. Das Konzernbetriebsergebnis stieg um 16 Prozent auf 201 Millionen Euro. Innerhalb von 5 Monaten wurde ein Umsatzplus von 33 Prozent erreicht. Das läßt sich hören. Daneben werden die restlichen Industrieaktivitäten aus der guten alten Zeit, Energie- und Bautechnik, langsam aber sicher zur Deinvestition vorbereitet. Auch das gibt dem Unternehmen weiter Auftrieb. Bei den Aussichten empfiehlt sich die Aktie mit dem genannten Preis zum Kauf. Vielleicht darf es statt der Aktie aber auch etwas anderes sein.

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09/2000

WorldCom

Von den Analysten im November 1999 noch bei Kursen um 60 USD empfohlen, ist man jetzt, nachdem die Aktie um 40% gefallen ist, wesentlich zurückhaltender. Es ist richtig, daß die Absage der SPRINT-Übernahme wegen massiver Bedenken der amerikanischen und europäischen Wettbewerbshüter einen Rückschlag bedeutet. Die Einverleibung eines großen Mobilfunkbetreibers hätte in das Konzept gepaßt. Verkannt wird jedoch, daß WorldCom Marktführer beim Datenübertragungs- und Internetservice ist, welche ebenso wie das Internationale Geschäft sehr ertragreich sind. Bei Kursen um 36-37 USD erscheint diese Telekommunikationsaktie eine gute mittelfristige Anlage. Bitte studieren Sie unsere September-Analyse im Detail.

Société Générale

Diese französische Bankaktie gehört zu den Spitzenwerten des CAC 40 Index mit einer Marktkapitalisierung von über 20 Milliarden EUR. Das Geschäft konzentriert sich auf die Sparten Detailbank, Vermögensverwaltung, Geschäftskunden und Investment-Banking. Es wird eine Eigenkapitalrendite von über 20% auf das Eigenkapital von 12,6 Milliarden EUR erwirtschaftet. Der Gewinn je Aktie wird für das laufende Jahr auf 5,60 EUR geschätzt, was mit Sicherheit nach einem starken ersten Halbjahr erreicht wird. Das aktuelle KGV beträgt ca. 12. Damit ist die Aktie im Vergleich zu anderen Bankwerten ausgesprochen preiswert. Allerdings empfehlen wir Ihnen vor einer Anlage, sich ein genaues Bild über die Gesellschaft zu machen.

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10/2000

DSM NV

Bereits 1998 haben wir DSM vorgestellt. Zwischenzeitlich hat sich bei dem Unternehmen viel getan. Es wandelt sich zunehmend von einem zyklischen Chemiehersteller von Massenprodukten zu einem Spezialunternehmen. Begonnen hat das mit der Übernahme von Gist Brocades, die sehr stark in der Biotechnologie und im Life Science Bereich waren. Kürzlich konnte nun Catalytica in den USA übernommen werden, wodurch DSM zum bedeutendsten Zulieferanten für die Pharmaindustrie in der ganzen Welt wird. Gleichzeitig wurde damit die europäische Kopflastigkeit zugunsten der USA abgebaut. Auch die Ertragsziele des neuen Vorstandsvorsitzenden sind ambitiös. Eine Verdoppelung des Gewinns in 3-4 Jahren erscheint möglich. Bei einem KGV zwischen 6-7 und einer Dividendenrendite von fast 5% sollte man diese Aktie näher studieren, zum Beispiel anhand des von uns seit 8 Jahren herausgegebenen Concerta Aktienservice.

Singulus Technologies AG

Singulus Technologies AG ist Weltmarktführer für Maschinen und Anlagen zur Herstellung von optischen Speichermedien. Seit dem IPO im Jahre 1997 erfreute die Gesellschaft ihre Aktionäre mit einem rasanten Wachstum. Die technische Entwicklung in diesem Marktsegment ist genauso heftig wie die seit 10 Jahren bestehenden Wachstumsraten von durchschnittlich 26% jährlich.
Zur Zeit ist der Kurs etwas in Mitleidenschaft gezogen, weil die Wettbewerber gewisse Probleme haben. Ganz anders bei Singulus, die in diesem Jahr Umsatz und Gewinn sogar verdoppeln können. Die Aktie ist mit einem KGV 2000 von ca. 40 nicht billig, aber immerhin kann Singulus seit 1996 stark wachsende Gewinnzahlen von 70% p.a. aufweisen. Auch diese Aktie sollten Sie unter die Lupe nehmen.

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11/2000

MAN StA

Diese Industrieholding mit den Geschäftsbereichen Nutzfahrzeuge, Druckmaschinen, Maschinen- und Anlagebau sowie Technische Dienstleistungen einschließlich Finanzierungen ist zwar ein DAX-Wert, aber mit sehr geringem Gewicht. Dabei gehen die Geschäfte in den letzten Jahren ausgesprochen gut, denn das Management hat den Konzern auf Kernaktivitäten ausgerichtet, die Kapitalrendite in zweistellige Prozentzahlen gebracht und baut nunmehr auch die Investor Relation stark aus. Die Vorzugsaktien, die teilweise mit Abschlägen von 30-40% im Verhältnis zur Stammaktie gehandelt werden, sollen immer dann zurückerworben werden, wenn der Abschlag mehr als 20% beträgt. Das Geschäftsjahr wird auf das Kalenderjahr umgestellt und die Versorgung der Anleger mit Informationen deutlich verbessert. Da der Gewinntrend stimmt, sollte diese Aktie bald wieder entdeckt werden. Suchen Sie die Homepage der MAN im Internet auf, um die Aktie genauer zu studieren.

Merck KgaA

Merck KgaA hatte 1998 und 1999 einen Durchhänger. Die Geschäfte dieses Pharmaunternehmens mit den zusätzlichen Kerngebieten Spezialchemie und Labor ziehen nunmehr deutlich an. Allein mit dem Blockbuster Glucophage wird, die Lizenznehmer eingeschlossen, ein Umsatz von über 1,6 Milliarden EUR erzielt. Das Unternehmen hat viele interessante Pharmaprodukte in der Pipeline. Dabei soll die Sparte Krebsbekämpfung besonders ausgebaut werden. Die Forschung arbeitet ergebnisorientiert. Mit intelligenten Allianzen will man schneller wachsen. Die Labordistribution in den USA soll demnächst auch an die Börse gebracht werden. Merck-Aktien sind nach unserer Auffassung im Vergleich zu Schering oder Altana zurückgeblieben. Ein genaues Studium wird empfohlen.

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12/2000

AGFA-GEVAERT

- Wer diesen Namen liest, denkt unwillkürlich sofort an die Film- und Fotoherstellung. Dabei macht dieses Geschäft mit den Fotoamateuren nur 10% des Gesamtumsatzes der Gruppe aus. Graphic Systems, worunter Druckvorbereitungssysteme für die Zeitungs- und Zeitschriftenbranche zu verstehen sind, Medical Imaging, Zerstörungsfreie Materialprüfung und Großlaborgeräte sind die Wachstumsfelder dieses deutsch-belgischen Konzerns. 1999 im Rahmen eines IPO durch Bayer an die Börse gebracht, legt AGFA in diesem Jahr sehr erfreuliche Zahlen der Öffentlichkeit vor.
Ein genaues Studium mit dem Wertpapier-Auswahlführer zeigt den Anlegern, daß AGFA mittelfristig ein interessanter Wachstumswert ist.

SIKA Finanz Holding

SIKA Finanz Holding beschäftigt sich mit der Bauchemie und Industriewerkstoffen. Viele meinen, alles was mit dem Bau zu tun hat, muß man meiden. Diese Anleger haben jedoch nicht erkannt, daß es Bereiche gibt, die hoch profitabel kontinuierlich wachsen. Dazu gehören die globalen Marktführer der Zementindustrie. Für Zement und Mörtel stellt Sika sehr wirkungsvolle Bindestoffe her, die weltweit stark gefragt sind. Ähnliches gilt bei den Industriewerkstoffen für die Autoindustrie, vornehmlich Klebe- und Dämm-Materialien. Diese unterliegen auch nicht dem Lopez-Effekt. Wichtig ist nur, daß Sika auch bei allen neuen Automodellen mit seinen Zusatzprodukten vertreten ist. Die Aktie ist deutlich unterbewertet. Das Management hat sich selbst klare Wachstumsziele gesetzt. Die Bilanz ist grundsolide. Ein gutes Investment für den mittelfristig orientierten Anleger.

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