AKTIENTIPS 2002

Möchten Sie die Aktientips von 2010, 2009, 2008, 2007, 2006, 2005, 2004, 2003, 2001, 2000, 1999 oder 1998 sehen?
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01/2002

ING

Nach über 5 Jahren haben wir erneut umfassend ING analysiert, und noch immer entspricht diese Aktie voll unseren Anlagekriterien. Zur Zeit wird die Aktie zurückhaltend und mit mehr als einem Drittel unter ihrem Höchstkurs bewertet, obwohl zwischenzeitlich der Gewinn gestiegen ist. Allerdings hat sich das Gewinnwachstum aufgrund der hohen Schäden im Zusammenhang mit der Katastrophe am 11. September in New York und aufgrund drohender hoher Kreditausfälle für 2001 von 17% auf 5% reduziert. Das sollte jedoch ein exzeptioneller Vorgang sein. Wir gehen davon aus, daß das Management seine Aussagen, ein 12%iges Gewinnwachstum zu erzielen, einhalten wird. Auf dieser Basis hat die Aktie bei einem Kurs von unter 30 EUR die Chance, sich innerhalb der nächsten 5 Jahre im Wert zu verdoppeln. Des weiteren profitiert der Aktionär von der ansehnlichen Dividendenrendite. Für den langfristig orientierten Wertpapieranleger ergibt sich also eine gute Einstiegschance.

SOFTWARE AG

SOFTWARE AG – ein M-DAX-Wert mit vielen Chancen.
Es muß nicht immer SAP sein, wenn man an Systemsoftware denkt. Seit drei Jahren ist die Software AG an der Börse notiert und hat bereits schwindelnde Höhen erlebt, als im Euphoriejahr 2000 der Kurs von 30 EUR auf 210 EUR stieg. Damit war die Aktie völlig überbewertet. Nachdem sie jedoch wieder bei 43 EUR notiert und recht erfreuliche Geschäftsergebnisse verzeichnet und das in einer Zeit, in der wahrlich nicht für IT-Werte Hochkonjunktur vorherrscht, ist eine nähere Analyse angebracht. Das KGV 2002 wird auf 16-17 geschätzt und hebt sich damit wohltuend von anderen Software-Aktien wie SAP ab, die mit dem dreifachen KGV notiert werden. Software AG hat konsequent technologisch innovative Software entwickelt, die auf dem am meisten genutzten Sprachstandard XML basiert und damit die Gewähr bietet, daß viele Anwender problemlos diese Software nützen können. Damit hat Software AG die Basis für weiteres lukratives Wachstum geschaffen.

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02/2002

CSM nv

CSM nv – eine süße Aktie.
CSM nv ist der niederländische Spezialist und Marktführer Nr. 1 für Backwarenzutaten in Europa und Nummer 2 in den USA. Gleichzeitig werden Konfekt, Zucker und Milchsäuren hergestellt. Rund 13000 Mitarbeiter, davon nur 2000 in den Niederlanden, sorgen dafür, daß CSM eine Jahresleistung von 3,6 Milliarden EUR erwirtschaftet. Seit 24 Jahren hat es CSM geschafft, alljährlich höhere Erträge zu erzielen. Darüber freuen sich die niederländischen Rübenbauern ganz besonders, denn diese vererben ihren Aktienbesitz von Generation zu Generation. Auch die großen holländischen Versicherer wie Aegon, Fortis und ING lieben diese Aktie und halten zwischen 5% und 6% der Aktien.

Indus Holding AG

Indus – der Spezialfonds für erfolgreiche Mittelstandsunternehmen.
Indus Holding AG besitzt mittlerweile 34 mittelständische Gesellschaften, die alle sehr erfolgreich in ihren Unternehmensmärkten operieren. Das kommt auch den Aktionären zugute, die seit 1995 diese Aktie kaufen können. Obwohl das Management seit 1995 im Durchschnitt 20% Zuwachs jährlich erwirtschaftete, wird diese noch im SDAX notierte Aktie ausgesprochen niedrig bewertet. Eine hohe Dividendenrendite und eine kontinuierliche Wertsteigerung des inneren Wertes der Aktie machen ein Engagement attraktiv. Rasante Kurssteigerungen sollte der Anleger jedoch zunächst nicht erwarten.

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03/2002

MERCK KGaA

Für das Jahr 2001 erwirtschaftete Merck das beste Ergebnis in seiner 333jährigen Unternehmensgeschichte. Mit dieser einmaligen Entwicklung kann Merck auch auf viele Höhen und Tiefen zurückblicken. Dazu gehört u.a. die Enteignung des gesamten Geschäftes in den USA nach dem Ersten Weltkrieg. Mittlerweile erobert Merck KgaA mit völlig neuen, selbst entwickelten Produkten den amerikanischen Markt. In Europa und Asien ist die deutsche Merck ebenfalls gut vertreten. Nach dem Auslauf des Patentschutzes für den Blockbuster Glucophage in den USA wurde die Aktie im Januar/Februar 2002 abgestraft, obwohl die Zahlen für 2001 einmalig gut waren. Entscheidend für die Tagebörse sind immer die Erwartungen für die nächsten Monate, und die können laut Aussagen des CEO Scheuble schwierig werden. Wo Risiko ist, da ist jedenfalls bei Merck auch Chance und auf die setzen wir, wenn wir jetzt die Aktie vorstellen. Fordern Sie den aktuellen Börsenbrief (CAS) an!

United Technologies Corporation

Einer der führenden Technologiekonzerne ist die United Technologies Corporation, deren Aktien auch zum Dow Jones Index gehören. Hinter dem Namen verbergen sich weltbekannte Firmen wie Sikorsky für Hubschrauber, Otis Elevator für Aufzüge und Pratt & Whitney für Flugzeugmotoren. Das Bemerkenswerte ist die stetige Gewinnsteigerung mit zweistelligen Prozentzahlen, während das Umsatzwachstum nur um 3-4% schwankt. Die Aktie ist immer noch relativ billig, weist gute Bilanzrelationen auf und sollte vom Wirtschaftsaufschwung und den verstärkten militärischen Investitionen profitieren.

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04/2002

BNP Paribas S.A.

BNP Paribas S.A. gehört zu den führenden Bankengruppen in Europa und nimmt Platz Nr. 1 in Frankreich ein. In dem Katastrophenjahr 2001 haben die französischen Banker bewiesen, wie man unter schwierigen Marktverhältnissen eine sehr umstrittene Fusion zweier Banken wie BNP und Paribas profitabel gestalten kann. Diesem sehr solide aufgestellten neuen Institut kam es zugute, daß man nicht der Modebeschäftigung Investmentbanking nachgerannt ist, sondern sich auf das Retailbanking für Privatkunden und Firmen konzentriert hat. Im Gegensatz zu fast allen anderen großen Bankinstituten konnte der Gewinn gehalten werden, und insbesondere wurden im 4. Quartal 2001 gegenüber dem Vergleichsquartal 2000 Gewinnzuwächse von fast 20% erzielt. Dabei ist die Aktie fundamental preiswert und der Langfrist- wie Kurzfrist-Chart sehen vielversprechend aus.

Rodamco Europe N.V.

Rodamco Europe N.V. ist ein Immobilienunternehmen, welches sich auf gewerbliche Objekte in Kontinentaleuropa spezialisiert hat. Einzelhandelsobjekte machen mit u.a. 50 Einkaufszentren rund 80% des Portefeuilles aus. Dazu gehört auch die berühmt berüchtigte Zeil Galerie des Immobilienhais Schneider, der die Deutsche Bank aufs Kreuz gelegt hatte und von der die Rodamco Europe Gruppe das Objekt offensichtlich günstig gekauft hat. An die Deutsche Bank hat Rodamco Europe auch die US-Beteiligung RREEF mit einem Nettogewinn von 116 Millionen EUR verkauft. Rodamco Europe besitzt heute Immobilien im Werte von 6 Milliarden EUR. Die Aktie wird in Amsterdam und Frankfurt gehandelt. Zur Zeit ist der Kurs mit 42 EUR deutlich unter dem Nettoinventarwert von 45 EUR. Die Dividendenrendite ist mit 6,5% besser als die von vielen festverzinslichen Wertpapieren. Rendite und moderate Wertsteigerung kann der Anleger durchaus erwarten, vorausgesetzt ist allerdings, daß das Management hält, was es verspricht.

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05/2002

State Street Corporation

State Street Corporation wurde 1792 als Bank gegründet und trug bis vor kurzem den Namen State Street Bank of Boston. Das Unternehmen ist keine Bank im eigentlichen Sinne, sondern ein Dienstleistungsinstitut für die Fondsindustrie. Rund 6,3 Billionen USD werden treuhänderisch verwaltet. Kunden sind Investmentgesellschaften, Pensionsfonds, Stiftungen, Gewerkschaften, gemeinnützige Organisationen, einfach alle Organisationen, die ein Wertpapiervermögen für Dritte verwalten und eine Organisation benötigen, die die Verwahrung und technische Abwicklung der Wertpapiergeschäfte übernimmt. Dieses Geschäft, da nicht so sehr volumen- sondern serviceabhängig, ist sehr stabil. Seit 1986 hat State Street die führende Position in den USA und auch in der ganzen Welt inne. Seitdem wurden Gewinn je Aktie und Dividende fast ständig gesteigert. Der Kurs ist von 5,40 USD im Jahr 1990 auf über 50 USD bis heute gestiegen. Nach einem Höchstkurs von über 65 USD im Jahre 2000 bietet sich eine gute Einstiegsmöglichkeit.

Die E.ON AG

Die E.ON AG ist erneut ein Unternehmen im Umbruch. Der strategische Lenker Ulrich Hartmann hat der Gesellschaft, die gerade erst aus dem Zusammenschluß von Veba AG und VIAG AG im Jahre 2000 entstanden ist, eine grundlegende Neuausrichtung verordnet. Das Thema Risikoausgleich durch viele unterschiedliche Geschäftszweige mit wenig Synergiepotential wie Energie, Ölförderung und –verarbeitung, Telekommunikation, Logistik, Spezialchemie und Aluminiumverabeitung sind nicht mehr gefragt, stattdessen soll die klare Ausrichtung auf Energie mit den Bereichen Strom, Gas und Wasser Shareholder Value aufbauen. Für über 30 Milliarden EUR werden Unternehmen und Geschäftszweige verkauft und in Europa und den USA ein reiner Energiekonzern aufgebaut. Die bisherigen Erfolge laden zu einer Beteiligung ein. Der Aktienkurs reflektiert noch nicht das zukünftige Wachstumspotential.

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06/2002

Hannover Rückversicherung

Die Rückversicherungen erlitten alle heftige Verluste im Katastrophenjahr 2001 mit dem tragischen Terroranschlag am 11. September in New York als Höhepunkt. Die meisten Gesellschaften wiesen auch Bilanzverluste aus, nur beteiligungsreiche Rückversicherer wie die Münchener Rück konnten die Verluste mit Veräußerungsgewinnen kompensieren. Einer der wenigen Rückversicherer, die mit Hilfe eines gut strukturierten Portefeuilles noch einen kleinen Bilanzgewinn ausweisen konnten, war die Hannover Rück. Diese ergriff gleichzeitig die Chance, Marktanteile im Rückversicherungsgeschäft zu sehr gut kalkulierten Prämien hinzuzugewinnen. Das Ergebnis ist eine Verdoppelung des Gewinns des ersten Quartals 2002 auf 90 Millionen EUR und die Aussage des Chefs Wilhelm Zeller, 2002 einen Nettogewinn von 300 Millionen EUR zu erwirtschaften, allerdings unter dem Vorbehalt, daß es versicherungstechnisch ein Normaljahr bleibt. Bei einem Kurs von 84 EUR und einem zu erwartenden Gewinn je Aktie von über 9 EUR beträgt das KGV weniger als 10. Sehr attraktiv für eine Wachstumsaktie! Zusätzlich hat die HV beschlossen, die Aktien im Verhältnis 3 für eine Aktie zu splitten, um die Aktien liquider zu machen. Ein Wertpapier, das man sich näher anschauen sollte.

Pfizer Inc.

Pfizer Inc. – Noch recht teuer, aber Qualität.
Pharmaaktien sind zur Zeit nicht sehr gefragt. Die Zulassungsbehörden für Medikamente werden immer strenger und damit die Markteinführung von Medikamenten langwieriger und teuerer. Die Patienten und Kassen protestieren wegen der hohen Preise und die Generikahersteller machen den Pharmaunternehmen eine unangenehme Konkurrenz. Wenn dann noch wie bei Bayer ein Medikament vom Markt zurückgenommen werden muß (Lipobay), verbunden mit einem Riesenverlust, oder wie im Falle von Merck bei einem gutgehenden Medikament (Glucophage) der Patentschutz ausläuft, dann sehen die Ergebniszahlen deutlich schlechter aus und die Aktien werden kräftig abgewertet. Das färbt auf alle Pharmaaktien ab, auch auf die erfolgreiche Pfizer Inc., die über 8 Medikamente, darunter Viagra, verfügt, mit denen mehr als 1 Milliarde USD Umsatz gemacht wird, und die der Spitzenreiter im Forschen ist mit einem Etat von mehr als 5 Milliarden USD. Nachdem in der Vergangenheit ein KGV von 40 bis 50 üblich war, ist es jetzt unter 30 gerutscht. Das ist die richtige Zeit, eine Studie mit dem Wertpapier-Auswahlführer zu machen, die wir in unserer Juni-Ausgabe des Concerta-Aktienservice veröffentlichen.

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07-08/2002

ALTANA AG

Altana AG wird auch 2002 zweistellig wachsen dank Pantoprazol, dem sehr erfolgreichen Magen/Darm-Medikament. Aber Altana verfügt über zwei weitere recht erfolgversprechende Medikamente, die 2002/2003 auf den Markt kommen und mit sehr angesehenen Pharmafirmen in den USA vertrieben werden sollen. Als zweites Bein betreibt Altana Spezialchemie in sehr profitablen Nischen. Diese Sparte soll durch Zukäufe gestärkt werden. Im Mai wurde die Aktie an der Nyse gelistet. Die Aktie hat seit einem Jahr eine erfolgreiche Kursentwicklung hinter sich, ist aber von 65 EUR auf rund 50 EUR zurückgefallen. Damit ist der Kurs auf Basis des Wertpapier-Auswahlführers wieder in der Kaufzone.

Gerry Weber International AG

Diese Modeaktie hat sich als äußerst stabil erwiesen. Während Boss, Jil Sanders usw. Höhen und Tiefen erlebten, hat GWI seine Marken stetig und konsequent ausgebaut und vor allen Dingen das eigene Vertriebssystem mit klugem Marketing gestärkt. Ein kontinuierliches Wachstum ist das Ergebnis. Für 2001 wurde zu der Normaldividende von 0,31 EUR eine Sonderausschüttung aus steuerlichen Gründen gemacht, so daß die Dividendenrendite über 8% betrug. Im Mai/Juni machte dann die Gesellschaft eine Kapitalerhöhung zu einem recht günstigen Kurs, um das für das Wachstum benötigte Geld wieder hereinzuholen. Alle Aktionäre zogen mit. Das zeigt, daß es auch noch treue Aktionäre gibt. Wir hatten die Aktie bereits Ende 2000 analysiert und empfohlen. Heute steht sie 30% höher und ist noch immer kaufenswert.

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Südzucker AG

Nach dem Verkauf des nicht sehr margenstarken Speiseeisgeschäftes besinnt sich Südzucker wieder auf seine Kernaktivitäten. Als größter Zuckerhersteller in Europa sind die Expansionsmöglichkeiten zwar nicht mehr sehr groß, lediglich in Osteuropa ist noch Raum für Wachstum durch Übernahmen, aber der Zuckermarkt in Europa ist nach wie vor durch die EU geschützt, so daß das Geschäft sehr einträglich ist. Die guten Erträge werden auch dazu verwandt, die Bereiche alternative Süßungsmittel, Zuckeraustauschstoffe und "Functional Food" auszubauen. Das Gewinnwachstum ist stetig, die Dividende wird entsprechend angehoben, und es besteht die Chance, daß sich die Deutsche Bank AG von ihrer Beteiligung trennt. Das könnte zu einer höheren Bewertung der Aktie führen, die angesichts ihres defensiven Charakters noch günstig zu haben ist.

AEGON N.V.

Für 2002 zeichnet sich ein verlangsamtes Wachstum ab. Das hat die Aktie in den Keller geschickt. Sehr hohe Bewertungen in den Jahren 2000/2001 werden jetzt durch Übertreibungen nach unten abgelöst. Aegon verzeichnete seit 1991 eine überzeugende Unternehmensleistung, von der besonders die Aktionäre profitierten. Die Dividende verfünffachte sich von 0,16 EUR auf 0,81 EUR. Der Gewinn je Aktie stieg von 0,41 EUR auf 1,76 EUR. Bis Ende 2001 verzehnfachte sich der Aktienkurs und ist heute immer noch 7 mal so hoch wie Ende 1991. Das Lebensversicherungs- und das Kapitalanlagegeschäft, welche Aegon hauptsächlich betreibt, werden auch in Zukunft überdurchschnittlich steigen, denn der zusätzliche Bedarf für die Alterssicherung ist groß. Augenblicklich ist der Kurs durch die Dollarschwäche und durch zahlreiche Abwertungen bei den Anleihen (Worldcom etc. ) belastet. Das Management erwartet daher für 2002 keinen Gewinnzuwachs, obwohl im ersten Quartal 2002 der Gewinn je Aktie um 7% auf 0,44 EUR gesteigert wurde. Die Aktie ist analytisch und historisch gesehen sehr niedrig bewertet.

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09/2002

BMW

BMW ohne Rover wieder auf Wachstumskurs!
Das Rover-Abenteuer ist überwunden. BMW brilliert durch stetige Gewinnsteigerungen, die zweistellige Größenordnungen erreichen. Die sportlich dynamischen Grundserien der 3er, 5er und 7er PKWs werden ergänzt durch ein interessantes Sportwagenangebot und neuerdings durch den Verkaufsschlager MINI. Ab 2003 wird die Nobelkarosse Rolls Royce folgen. Auch das Finanzierungsgeschäft läuft gut und bringt wachsende Erträge. Nur das Motorradgeschäft leidet etwas unter der Konsumflaute.
Die Aktie ist nach einem Höhenflug bis 48 EUR bei Kursen unter 40 EUR wieder ein interessanter Zukauf!

FRESENIUS

FRESENIUS Vorzugsaktien sind ins Bodenlose gefallen!
Im letzten Jahr noch mit Kursen um 120 EUR an der Börse notiert, sind die Aktien jetzt schon für 34 EUR zu haben. Dabei hat das Unternehmen für Prozeßrisiken in den USA reichlich Vorsorge getroffen. Für die Fresenius Vorzugsaktien sprechen folgende Fakten:
Das aktuelle KGV ist mit 14 bis 15 bei einem historischen Gewinnwachstum von fast 20% ausgesprochen niedrig.
Fresenius ist Marktführer für Dialyse-Dienstleistungen weltweit. Über 100.000 Patienten werden in 1400 Kliniken betreut.
Die Beteiligung Kabi wird nach endgültiger Sanierung ein interessanter Börsenkandidat!
Mit Proserve steigt Fresenius in die Projektierung und Betreibung von Krankenhäusern ein. Schon jetzt verfügt man über 8000 Betten.
HemoCare verfolgt hochinteressante Projekte mit Infusions-, Adsorber- und Biotechnologie.
Das Management ist sehr engagiert und kreativ. Die augenblickliche Ertragsschwäche sollte bald überwunden sein.

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10/2002

QIAGEN N.V

QIAGEN N.V. ist heute noch ein Schwergewicht des Nemax 50, gleichzeitig jedoch auch an der NASDAQ notiert, so daß selbst bei einer Auflösung des Neuen Marktes der Börsenhandel dieses erfolgreichen Biotech-Unternehmens an der NASDAQ und dem zukünftigen deutschen Premiumsegment gewährleistet ist. Qiagen erwirtschaftet seit Jahren Gewinn, der jedes Jahr seit 1997 um 45% gesteigert wurde. Nun hat das Unternehmen im Jahre 2002 eine Delle beim Umsatz und Ertrag zu verzeichnen, weil die Pharmaindustrie in den USA, mit 25% Umsatzanteil eine der Hauptabnehmerin, nicht so fleißig ordert oder forscht (?) wie in den Vorjahren. Der Umsatz stieg nur um 11% und der Gewinn sank um 9% wegen einiger Zusatzkosten. Gleichwohl ist Qiagen Weltmarktführer für innovative Techniken und Produkte zur Trennung und Reinigung von Nukleinsäuren. Wir glauben, daß die Nachfragedelle nur vorübergehend ist, so daß das Unternehmen wieder zweistellig im Umsatz und Gewinn wachsen wird. Der Kursverfall von 21 auf 5 USD ist unberechtigt und macht einen Kauf attraktiv. Biotechunternehmen mit einem hohen Eigenkapital und hoher Liquidität, die kontinuierlich steigende Gewinne erwirtschaften, sind die absolute Ausnahme am Aktienmarkt.

General Electric Company

General Electric Company geriet nach dem Desaster mit Enron, WorldCom und Tyco als sogenannter Mischkonzern, der aufgrund seiner Größe und starken Diversifizierung kaum zu durchschauen ist, ebenfalls ins Gerede. Der Kurs halbierte sich in diesem Jahr, obwohl der Gewinn weiterhin zweistellig gesteigert werden konnte. Nunmehr scheint diese Aktie auch in der Bewertung mit dem Stock Selection Guide ein attraktives Investment geworden zu sein. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, daß die Schulden 81,5% der Bilanzsumme ausmachen und daß die Börsenbewertung mit ca. 270 Milliarden USD mehr als doppelt so hoch ist wie der Umsatz von 125 Milliarden USD. Für den Anleger ist es jedoch beruhigend zu wissen, daß seit 1975 jedes Jahr die Dividende erhöht wurde, in den letzten Jahren sogar zweistellig.

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11/2002

Accor

Accor ist mittlerweile der größte europäische Hotelkonzern mit mehr als 3700 Hotels und 423000 Zimmern in 90 Ländern. Bekannte Namen wie Sofitel, Ibis, Novotel, Mercure, Etap und Formule 1 repräsentieren die Accor Hotelgruppe, die zukünftig verstärkt auch unter ihrem Firmennamen auftreten will. Neuester Erwerb ist eine zunächst 30%ige Beteiligung an der Dorint Hotelgruppe, die in 5 Jahren auf 55% aufgestockt werden kann. Daneben betreut Accor Service in 32 Ländern über 13 Millionen Menschen, insbesondere Firmenmitarbeiter. Auch dieses Nebenprodukt des Hotelservice erbringt mittlerweile rund 500 Millionen EUR Umsatz.

Bis zum 11. September 2001 verzeichnete die Accor Gruppe in den letzten Jahren ein exzellentes Wachstum, mehr durch organische Expansion als durch große Akquisitionen wurde das Geschäft erweitert. Das historische Gewinnwachstum von über 15% entsprach unseren Vorstellungen. 2001/2002 und 2002/2003, Geschäftsabschluß jeweils zum 31.3. eines Jahres, bringen eine Konsolidierung, denn durch das Nullwirtschaftswachstum gehen auch Geschäftsreisetätigkeit und Tourismus stark zurück. Der Aktienkurs ist deswegen auch von rund 50 EUR auf 30 EUR und weniger abgesackt. Eine gute Kaufgelegenheit für den langfristig denkenden Anleger.

Logitech International SA

Logitech International SA hat zwar ihren Firmensitz in der Westschweiz, aber dieser Experte für Computer-Peripheriegeräte betreibt seine Geschäfte vornehmlich in Kalifornien wie viele High Tech Firmen. Jeder kennt die Logitech Mäuse, mit oder ohne Schnur, Tastaturen, PC-Lautsprecher, Spielkonsolen usw. Allein im Jahr 2002 werden 60 neue Geräte auf den Markt gebracht. Abnehmer sind einerseits die großen Computerfirmen, andererseits, und zwar zu 87%, der Elektronikeinzelhandel. Durch die breite Abnehmerschaft ist der Margendruck nicht so ausgeprägt. Intern achtet das Management sehr stark auf Kosteneffizienz und schnelle Zahlungsflüsse, um den Aufwand niedrig zu halten. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2002, welches zum 31.3.3002 abschloß, erbrachte Rekordzahlen. Der Umsatz stieg um 28,3% auf 943,5 Millionen EUR. Der Gewinn verbesserte sich um 66,3% auf 75 Millionen EUR und das Eigenkapital konnte von 256 auf 323 Millionen EUR aus eigener Kraft angehoben werden. Im schwierigen Jahr 2002/03 soll der Gewinn auf 120 Millionen EUR gesteigert und der Umsatz auf 1,07 Milliarden EUR erhöht werden. Die Aktie ist, gemessen am Wachstum und am absoluten Gewinn, ausgesprochen preiswert. Ein KGV 2003 von ca. 20 erscheint uns günstig.

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12/2002

Gehe AG

Europäischer Marktführer der Pharmadistribution - Gehe AG.
Bereits 1835 wurde in Dresden die Firma von Franz Ludwig Gehe gegründet. 1947/48 erfolgte die Verlagerung nach München und dann später nach Stuttgart. Von einem nationalen Medikamentengroßhändler, der auch sehr schnell die Chance sah, sich in den neuen Ländern und Osteuropa auszudehnen, entwickelte sich die Gehe AG zu einem Pharmagroßhändler mit Standorten in vielen europäischen Staaten. Wo immer möglich, wurden auch Apothekenketten erworben oder aufgebaut. Das gilt besonders für Großbritannien, aber auch Italien. Heute setzt die Gehe AG über den Großhandel Pharmaprodukte im Werte von 15 Milliarden EUR ab, und die eigenen Apotheken machen einen Umsatz von 2 Milliarden EUR. Das Geschäft ist auch sehr profitabel, denn in den letzten Jahren wuchsen Umsatz und Gewinn zweistellig. Nur die Kursentwicklung war recht verhalten, in der letzten Zeit sogar rückläufig. Unsere Studie hat ergeben, daß die aktuelle Börsenbewertung sehr günstig ist und zu einem näheren Studium des Unternehmens einlädt.

Synovus Financial CP

Ein Finanzdienstleister besonderer Art - Synovus Financial CP.
Synovus Financial CP ist eine Holdinggesellschaft, der eine Reihe von lokalen Banken (zur Zeit 39) mit starker Bindung zur jeweiligen Stadt gehört. Synovus besitzt jedoch neben den Banken und einem Full-Service Broker eine 81%ige Beteiligung an Total System Services, eine Kreditkartenservicegesellschaft für andere Banken. Gerade mit dieser Beteiligung konnte Synovus seit 1986, also seit über 15 Jahren, Umsatz, Gewinn und Dividende kontinuierlich steigern. Nachdem sich der Kurs trotz weiter wachsender Gewinne in den letzten 52 Wochen um rund 40% gesenkt hat, war eine Studie der Gesellschaft angebracht. Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, daß auf der aktuellen Kursbasis, selbst bei niedrigeren Wachstumsraten, die Aktie kaufenswert ist.

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