AKTIENTIPS 2005

Möchten Sie die Aktientips von 2010, 2009, 2008, 2007, 2006, 2004, 2003, 2002, 2001, 2000, 1999 oder 1998 sehen?
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01/2005

DSM

Der niederländische Chemiekonzern hat seine Vision 2005, aufgestellt im Jahre 2000, fast verwirklicht. Nur das Umsatzziel von 10 Milliarden EUR ist bei einem Jahresumsatz von rund 8 Milliarden EUR im Jahre 2004 nicht einzuhalten. Dabei war die Ertragsentwicklung äußerst zufriedenstellend. Rund 80% der Chemieprodukte gehören nicht mehr zu den zyklischen Produkten mit geringen Margen. Im Vergleich zu vielen anderen Chemieunternehmen hat DSM auch kursmäßig sehr gut abgeschnitten. Concerta-Aktienservice hat diese Aktie im Oktober 2000 bei rund 33 EUR vorgestellt. Heute liegt der Kurs über 47 EUR. Die Aktionäre haben zusätzlich jährlich eine Dividende von 1,75 EUR kassieren können. Dies entspricht einer ursprünglichen Dividendenrendite von 5,3%. Diese Entwicklung ist bemerkenswert, wenn man bedenkt, daß das Produktportfolio große Umschichtungen erfahren hat. Jetzt ist ein Plan entwickelt worden, die Synergiepotentiale auszuschöpfen. Deswegen wurde die Aktie erneut vorgestellt, obwohl sie nach den aktuellen Kurssteigerungen reichlich teuer erscheint.

Camaieu SA

Diese französische Damenmodekette mit dem unaussprechlichen Namen Camaieu ist deswegen interessant, weil das Unternehmen seit dem Börsengang ein überdurchschnittliches Umsatz- und Gewinnwachstum aufweist. Im Jahr der Börseneinführung 2000 hatte Camaieu rund 300 Filialen, heute sind es beinahe 50% mehr. Der Umsatz wurde bis 2003 von 220 Millionen EUR auf 364 Millionen EUR gesteigert. Der Reingewinn konnte sogar von 14,7 auf 37 Millionen EUR erhöht werden. Mittlerweile ist Camaieu SA flächendeckend in Frankreich mit 365 Geschäften vertreten, die 4 Millionen Kunden betreuen. Darüber hinaus ist die Gesellschaft mit 52 Geschäften in sechs europäischen Ländern vertreten. Ein Besuch auf der Internetseite der Gesellschaft www.camaieu.com läßt die Gründe für die Erfolgsstory erahnen.
Die Aktie wird, gemessen an dem Gewinnwachstum, sehr niedrig bewertet. Die PEG Verhältniszahl ist deutlich unter 1. Wir erwarten, daß sich das KGV dem Wachstumsniveau anpaßt und haben als Höchst-KGV 15 angesetzt. Das läßt überdurchschnittliche Kursgewinne erwarten. Darüber hinaus erhält der Aktionär eine Dividende, die einer Rendite von 3,1% entspricht.

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02/2005

Geberit AG

Die Firma Geberit AG wurde 1999 an die Börse gebracht, nachdem die Familienaktionäre einige Jahre zuvor ihre Anteile an einen Finanzinvestor und an die Führungskräfte der Gesellschaft abgegeben hatten. Seitdem erlebte dieser Spezialist der Sanitärtechnik einen beispielslosen Aufschwung. Die Anleger, die Mitte 1999 Aktien zu 360 CHF zeichneten, können sich heute über Kurse von über 800 CHF freuen. Dieser Kursaufstieg beruhte auf organischem Umsatzwachstum und Zuwachs durch Erwerb von Beteiligungen, die das Kerngeschäft stärkten. Dafür wurde immer ausreichend Cashflow erwirtschaftet, und es wurde sogar genügend Eigenkapital angesammelt, so daß im Jahre 2002 eine Kapitalherabsetzung durch Nennwertrückzahlung von 83,2 Millionen Franken auf 41,6 Millionen Franken erfolgen konnte. Durch den Erwerb der deutschen Firma Mapress und deren schnelle Integration ergab sich 2004 nicht nur ein Umsatzsprung von über 35% auf 1,9 Milliarden CHF sondern auch eine kräftige Steigerung des Gewinns je Aktie. Da ab 2005 Goodwillabschreibungen entfallen, wird mit einem Gewinn von 65 CHF pro Aktie für 2005 gerechnet. Damit würde die Aktie nur mit dem 13-14fachen KGV bewertet.
Im April 2004 stellten wir eine ähnliche Aktie aus der Schweiz vor. Es handelte sich um Anteile der Zehnder Group, die Spezialisten für die Heizungs- und Klimatechnik sind. Mittlerweile ist die Aktie um mehr als 20% auf über 1500 CHF gestiegen.

Reed Elsevier NV

Der Fachverlag Reed Elsevier NV war in den neunziger Jahren vor dem Erwerb des britischen Reed Verlags eine Wachstumsperle, an der die Aktionäre viel Freude hatten. Dann ging es bergab, weil Teilbereiche von Reed nicht in das Programm paßten und zu allem Überfluß eine große Betrugsaffäre bei Reed Travel die Ernte verhagelte. Hinzu kam, daß die Chemie zwischen dem britischen und dem niederländischen CEO nicht stimmte. Morris Tabaksblat nahm es nach seinem Ausscheiden als CEO von Unilever in die Hand, einen geeigneten neuen Chef zu finden und mit diesem zusammen die komplizierte Managementstruktur zu entflechten. In den letzten 5 Jahren wurde dann das Kerngeschäft mit neuen Beteiligungen wie dem Lehrmittelfachverlag Harcourt Education gestärkt und der juristische Fachverlag Lexis Nexis ausgebaut. Mittlerweile verfügt Reed Elsevier über ein solides Fundament an Fachverlagen, die in den Jahren 2003 und 2004 die Gewinne steigern konnten. Die Aktie wird mit einem KGV von 13 allmählich preiswert und ist auch wegen der Dividendenrendite von über 3% attraktiv.

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03/2005

Atlas Copco

Atlas Copco ist nicht nur ein Schwergewicht im schwedischen Maschinenbau, sondern auch weltweit der führende Spezialist der Kompressorindustrie. Die Graphik des Wertpapier-Auswahlführers zeigt die stetige Aufwärtsentwicklung dieses Unternehmens. In den letzten 10 Jahren ist der Umsatz jährlich um 8,4% gestiegen, und der Gewinn je Aktie wurde um 6,7% gesteigert. Dabei zeigt sich in den letzten zwei Jahren eine deutliche Beschleunigung des Wachstums. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, daß Atlas Copco in den USA ein sehr lukratives Mietgeschäft für seine Maschinen und Systeme aufgebaut hat. Das Unternehmen ist weltweit präsent und macht nur 2% seines Umsatzes in Schweden. Im Juni 2005 erhalten die Aktionäre für eine alte Aktie drei neue Aktien und eine sogenannte Tilgungsaktie im Wert von 20 SKR, die sofort an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Das ist eine steuerfreie Dividende. Die reguläre Dividende beträgt 9 SKR, so daß die Aktionäre 2005 insgesamt 29 SKR vereinnahmen werden. Das ist eine Rendite von 8,5%, bezogen auf den aktuellen Kurs. . Concerta-Aktienservice hatte diese Aktie bereits im Februar 1996 bei einem Kurs von 119 SKR vorgestellt. Seitdem ist die Aktie um 187% gestiegen.

ORIFLAME Cosmetics S.A.

ORIFLAME Cosmetics S.A. wird ebenfalls an der Stockholmer Börse gehandelt, aber erst seit März 2004. Vor einem Jahr wurde die Aktie zu 190 SKR im Rahmen eines IPO zehnfach überzeichnet. Der Kurs stieg zunächst um rund 40%, um dann im August 2004, als die Zahlen für das 2. Quartal veröffentlicht wurden, auf rund 140 SKR abzustürzen. Auch das dritte Quartal erbrachte nur ein geringes Umsatzwachstum, allerdings eine bessere Gewinnentwicklung. Erst im 4. Quartal 2004 kam der Durchbruch beim Gewinn je Aktie, der um mehr als 35% stieg. Die Aktie erholte sich daraufhin auf über 160 SKR. ORIFLAME stellt natürliche schwedische Kosmetika, und zwar circa 550 verschiedene Hautpflegemittel, Parfüms usw. her, die von über 1,5 Millionen selbstständigen Verkaufsrepräsentanten vertrieben werden. Das Umsatzwachstum betrug in den letzten 10 Jahren bis 2003 laut Vorstand 18% p.a. In den letzten 5 Jahren verbesserte sich der Gewinn sogar um jährlich 36%. 2004 wurde mit 4600 Mitarbeitern ein Umsatz von 670 Millionen EUR erzielt. Die Aktie wird aktuell nur mit dem 11fachen Gewinn bewertet. Die Dividendenrendite beträgt aktuell 4,5%. Die Aktie wird auch an deutschen Börsen gehandelt, aber das Handelsvolumen ist sehr gering.

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04/2005

BMW AG

Die Automobilaktien sind zur Zeit nicht sehr gefragt, obwohl es einige weiße Raben in dieser Branche gibt. Dazu gehören sicherlich nicht die Firmen General Motors und Ford mit ihren Absatzproblemen und einer relativ hohen Verschuldung. Auch DaimlerChrysler ist kein Musterknabe dieser Branche, denn nach Überwindung des Chrysler-Debakels kriselt es bei dem Vorzeigebetrieb Mercedes, der mit Qualitätsproblemen und teueren Rückrufaktionen zu kämpfen hat. In Deutschland erscheinen lediglich Porsche und BMW gut aufgestellt. Porsche versucht, die Einseitigkeit der Angebotspalette abzubauen und weist damit erste Erfolge auf. Am besten aufgestellt ist die BMW AG mit einer gut diversifizierten Palette an Premiumfahrzeugen der Segmente BMW, MINI und Rolls Royce. Das Unternehmen hat es verstanden, langfristig den Umsatz um fast 7% jährlich zu steigern, der Gewinn je Aktie konnte in den letzten 10 Jahren sogar um 22,3% jährlich verbessert werden. Allerdings hat sich in den letzten 4 Jahren das Gewinnwachstum auf deutlich unter 10% reduziert. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, daß in dieser Zeit die Produktpalette nahezu vollständig erneuert wurde. Das verursacht immer erhebliche zusätzliche Aufwendungen. Das Unternehmen erwirtschaftet einen hohen Cash-flow und verfügt über eine sehr solide Bilanz. In den letzten Jahren hat sich das KGV kontinuierlich verringert, obwohl das Ergebnis je Aktie von 2000 bis 2004 von 1,80 EUR auf 3,30 EUR gesteigert werden konnte.
Auch 2005 will das Management das Ergebnis des Rekordjahres wiederholen, selbst wenn verteuerte Rohstoffe, ein schwacher USD und das gedämpfte Konjunkturklima die Erreichung dieses Ziels erschweren.

Boston Scientific Corporation

Dieses Unternehmen gehört zu dem Segment Medizintechnik. Von dieser Branche werden auch in den nächsten Jahren zweistellige Wachstumsraten erwartet, so daß zum Beispiel Philips und Siemens diesen Geschäftszweig gezielt ausbauen. Boston Scientific, erst 1979 gegründet, hat sich auf die Entwicklung und Herstellung von Instrumenten für die minimal-invasive Herz-, Darm- und Harnleiterchirurgie konzentriert. Begonnen wurde 1979 mit der Herstellung von Kathetern, mit denen Untersuchungen der koronaren Herzarterien ohne große Eingriffe durchgeführt werden können. Heute ist das Hauptarbeitsgebiet die Herstellung von medikamentenbeschichteten Stents (ganz kleine bewegliche Röhrchen aus Metallgeflecht, mit denen verstopfte Arterien erweitert werden). Rund 40% des Umsatzes von 5,6 Milliarden USD werden damit erzielt. Zur Zeit beherrscht Boston Scientific mit seinem Stent "Taxus" den Markt weltweit zu 70%. Nur Johnson & Johnson stellen zur Zeit auch einen mit Medikamenten beschichteten Stent her. Die Boston Scientific Aktie erlitt 2004 einen Rückschlag, als fast 100.000 Stents wegen Produktionsfehlern zurückgerufen werden mußten. Der Aktienkurs erholte sich seitdem nur vorübergehend, obwohl Boston Scientific seinen Marktanteil behaupten konnte und ein exzellentes Ergebnis für 2004 erwirtschaftete. Auch die Prognosen des Vorstandes bis einschließlich 2007 deuten auf rosige Zeiten hin. Diese Aktie mag zwar volatil sein, aber sie beinhaltet auch große Kurs-Chancen.

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05/2005

RWE AG

RWE AG versorgt seit über 100 Jahren die Bevölkerung mit Elektrizität. Schon ganz zu Anfang beteiligten sich die Kommunen an der Gesellschaft, damit sie ihren Versorgungsauftrag für die Bürger ihrer Gemeinden erfüllen konnten. Kraftwerke und Elektrizitätsverteilungsnetze erfordern sehr hohe Investitionen, die im Laufe der Jahre abgeschrieben werden müssen. Das führt bei Versorgungsunternehmen, sofern sie profitabel arbeiten, zu hohen Liquiditätsreserven. Diese wurden in den achtziger Jahren zur Investition in andere Bereiche wie Telekommunikation verwandt. Dabei wurden erhebliche Schulden angehäuft, die einen hohen Kapitaldienst erforderten, der den Gewinn und Cash-Flow dahinschmelzen ließen. In dieser Situation befand sich RWE, als der Holländer Harry Roels, ehemals im Führungsteam von Royal Dutch Shell, den Vorstandsvorsitz übernahm. Er schaffte zunächst gegen den Widerstand einiger Führungskräfte eine klare Unternehmensstruktur mit weniger Abteilungen und Häuptlingen, beschränkte die Investitionen nur auf notwendige Sachinvestitionen und verkaufte alle nicht dem Kerngeschäft "Strom, Gas und Wasser" zuzuordnenden Aktivitäten. Dadurch wurden die Nettofinanzschulden auf 12,4 Milliarden EUR fast halbiert. Der Ertrag stieg, u.a. auch durch Veräußerungsgewinne, kräftig an, und die Aktionäre wurden mit höheren Ausschüttungen zufriedengestellt. In den Jahren 2005 und 2006 soll wiederum die Dividende von 1,50 EUR jeweils um 15% steigen, so daß sie 2006 fast 2 EUR betragen könnte. Ab 2006 sollen dann jeweils 50% des erwirtschafteten Gewinns ausgeschüttet werden, so daß die Dividendenrendite auf Basis des aktuellen Aktienkurses auf rund 4,5% steigen könnte.

Serono SA

Serono ist gemäß eigener Aussagen umsatzmäßig nach Amgen und Genentech das drittgrößte Biotechnologieunternehmen in der Welt. Vor 99 Jahren in Rom gegründet, hat das Unternehmen vor 30 Jahren seinen Sitz in die Schweiz verlegt. Heute ist Serono mit einem Jahresumsatz von 2,5 Milliarden USD in 45 Ländern mit 8 Hauptprodukten aktiv, angeführt von "Rebif" mit einem Umsatz von über 1 Milliarde USD. Das Unternehmen ist in den letzten 5 Jahren fast kontinuierlich um 14,5% im Gewinn und um 16,5% im Umsatz gewachsen. Bedenken bereitet die Tatsache, daß Serono den Hauptumsatz von rund 1,8 Milliarden USD mit drei Produkten macht. Aber zur Zeit wird ein weiterer "Blockbuster" mit einem Medikament gegen Schuppenflechte, genannt "Raptiva", in Europa und Australien eingeführt. Der Zulassungsantrag für den amerikanischen Markt ist gestellt. Überrascht hat im ersten Quartalsbericht 2005 die Mitteilung, daß wegen eines Verfahrens in den USA, welches sich auf das Medikament "Serostim" bezieht, Rückstellungen in Höhe von 725 Millionen USD gemacht werden. Damit wird nicht nur der Gewinn 2005, der über 500 Millionen USD betragen sollte, verbraucht, sondern es entsteht auch eine Belastung für 2006.
Das gilt natürlich nur, wenn dieser Betrag in voller Höhe benötigt wird. Im übrigen sind weitere Umsatz- und Gewinnsteigerungen von den Hauptprodukten zu erwarten. Die Aktie ist für ein Biotechnologieunternehmen mit einem KGV von knapp 20 günstig bewertet. Da auch die Finanzlage sehr solide ist und, was für Biotechnologieunternehmen ungewöhnlich ist, sogar eine Dividende ausgeschüttet wird, erscheint ein Investment erwägenswert.

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06/2005

Fortis

Fortis ist der bekannte belgisch-niederländische Finanzdienstleister. Er ist das beste Beispiel dafür, daß ein Zusammengehen einer Banken- und Versicherungsgruppe, auch über die nationalen Grenzen hinweg, erfolgreich sein kann. Die Finanzkrise nach dem 11. September 2001 hat auch bei Fortis im Jahr 2002 tiefe Spuren hinterlassen. Seitdem geht es aber wieder aufwärts. Die Gewinne steigen mit zweistelligen Prozentzahlen, und die Aktionäre erhalten für 2004 eine um 13% höhere Dividende. Die Aktie ist aktuell mit einem KGV von 9,3 moderat bewertet. Das gilt insbesondere unter Berücksichtigung der hohen Dividendenrendite von 4,5%. Der Heimatmarkt ist Benelux, aber das Auslandsgeschäft soll von 2005 bis 2009 verdoppelt werden, und zwar auf einen Gewinnbeitrag von 30% zum Gesamtgewinn. Organisch, ohne die Ergebnisse von Akquisitionen, will Fortis in dieser Periode jährlich um durchschnittlich 10% an Gewinn zulegen. Die Kriegskasse ist für Akquisitionen gut gefüllt, trotz der neuen Engagements in der Türkei mit der Disbank für rund 1 Milliarde EUR und dem Joint Venture mit der BCP Bank in Portugal in Sachen Kranken- und Lebensversicherungen für 500 Millionen EUR.

ISRA VISION SYSTEMS

ISRA VISION SYSTEMS gehört zu den heute fast vergessenen IPO's des Neuen Marktes. ISRA steht für "Intelligent Systems Robotics and Automation". ISRA bietet wirkungsvolle Machine-Vision-Lösungen wie zum Beispiel Robot-Vision für die Roboterführung bei diffizilen Aufgaben, die Surface Vision für die Inspektion von anspruchsvollen Oberflächen und die Quality Vision für die Qualitätskontrolle in der Montage. Von der Firma Kuka, die die Roboter für IWKA herstellt, bis zur Volkswagen AG, die ihre "Gläserne Fabrik" in Dresden mit der Software von ISRA ausstattete, gehören viele bekannte deutsche und internationale Firmen zum Kundenkreis von ISRA. Seit 2000 ist der Gewinn je Aktie stetig von 0,35 EUR auf 0,87 EUR gestiegen. Der Umsatz hat von 12 auf 44,3 Millionen EUR zugelegt. Nur der Kurs ist von 85 EUR in der Spitze auf 5 EUR im Jahre 2003 gefallen und notiert jetzt bei 18 EUR. Aktuell ist die Aktie mit einem KGV von 20,7 bewertet. Das ist sehr moderat für die bisher jährlich erzielten Umsatz- und Gewinnwachstumsraten von 39,5% und 25%. Am 31. Mai veröffentlicht das Unternehmen seine Ergebnisse für das erste Quartal 2005. Ein Studium dieser Zahlen gibt weiteren Aufschluß über die mögliche Entwicklung der Gesellschaft. Diese ist im übrigen sehr solide finanziert mit einem Eigenkapital, welches 70% der Bilanzsumme ausmacht. Es beruhigt auch, daß neben dem Streubesitz von knapp 30% der 3,9 Millionen Aktien die Familie des Vorstandsvorsitzenden immer noch rund 50% der Aktien hält.

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07/2005

GERRY WEBER International

GERRY WEBER International hat sich konsequent seit 2002 als internationalen Lifestyle-Konzern für Damenoberbekleidung der mittleren und gehobenen Preisklasse ausgerichtet. Nicht so erfolgreiche Marken wie Court One und Yomanis wurden nicht mehr fortgeführt und unter der sehr angesehenen Marke GERRY WEBER drei Untermarken aufgebaut, nämlich "G.W.", "Gerry Weber Edition" und "Gerry Weber Sport". Die auf junge Geschäftsmode spezialisierte Marke "Taifun" und die auf große Größen ausgerichtete Marke "Samoon" wurden weiter gepflegt und zeigen erfreuliche Wachstumsraten. Auch der Vertrieb wurde neu geordnet und der Aufbau einer eigenen Einzelhandelskette unter dem Namen "House of Gerry Weber" forciert. Mittlerweile gibt es 83 Läden. Demnächst wird einer in London in der Regent Street eröffnet. Auch das "Shop-in-shop Konzept wird konsequent ausgebaut. Parallel dazu erfolgen über Lizenzverträge der Verkauf von Schuhen und Accessoires. 2006 soll sogar eine Herrenkollektion in enger Zusammenarbeit mit dem Bekleidungshersteller Leithäuser eingeführt werden.
Betriebsintern hat GERRY WEBER die Mitarbeiterzahl von 1976 auf 1655 zurückgeführt, die Produktionsabläufe vereinfacht und damit erheblich Kosten eingespart. Das Jahr 2005 ist offensichtlich das Jahr der Ernte all dieser Anstrengungen, denn bereits im ersten Halbjahr 2005, welches zum 31.10. endet, konnte GERRY WEBER den Umsatz und noch stärker den Ertrag steigern. Das sollte auch dazu führen, daß die Aktie genauso gut bewertet wird wie zum Beispiel die Aktien des Konkurrenten BOSS AG. Wer Interesse an einer Anlage hat, sollte die Juli-Ausgabe unseres Anlegerservice anfordern.

ThyssenKrupp AG

Die ThyssenKrupp AG wurde Mitte Mai von der Börse abgestraft. Die Analysten hatten wesentlich bessere Ergebnisse aus dem Stahlgeschäft im 2. Quartal 2005 erwartet. Da spielte es keine Rolle, daß Auftragsbestand, Umsatz und Ertrag zweistellig zugelegt haben. Auch die hohe Dividendenrendite von über 4% und der weit über dem Börsenkurs liegende Buchwert der Aktie werden nicht bei der Börsenwertberechnung berücksichtigt. Es ist zwar bekannt, daß zyklische Aktien niedrig bewertet werden, wenn die Gewinne hoch sind, und ein hohes KGV bei sinkenden Gewinnen aufweisen. Bei KruppThyssen scheint aktuell das KGV von 7-8 gleichwohl zu niedrig zu sein, weil der Markt bisher den gezielten Umbau des Konzerns noch nicht berücksichtigt hat. Stahl spielt nicht mehr die Vorrangrolle. Die Bereiche Industriegüter und Dienstleistungen sind ebenso gewichtig und werden durch Beteiligungszukäufe gestärkt. Durch den Verkauf diverser Nicht-Kernaktivitäten - wie zum Beispiel der 48.000 Werkswohnungen - wurde die Finanzkraft des Unternehmens erheblich verbessert und das negative Finanzergebnis deutlich abgebaut. Diese Restrukturierung sollte sich auf die Ergebnisse der kommenden Jahre auswirken. Analysten sehen den fairen Wert der Aktie bei 24 EUR. Wann dieser Kurs erreicht wird, muß abgewartet werden, das Risiko erheblicher Kursverluste erscheint jedoch limitiert.

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08/2005

Beiersdorf

Beiersdorf-Aktien waren in den Jahren 2000 bis 2003 wegen Übernahmespekulationen völlig überbewertet. Es war bekannt, daß Allianz sich von seinem Aktienpaket trennen wollte, während Unternehmen wie Procter & Gamble oder Colgate nach attraktiven Firmen der Körperpflegebranche suchten. P & G wurden bei Wella fündig und die Hamburger Kaufmannschaft einschließlich der Stadt Hamburg suchten nach einer Hamburger Lösung für die Beiersdorf AG. Diese wurde gefunden. Tchibo stockte seine Beteiligung auf 50% auf, Beiersdorf übernahm selbst fast 10%, und die Stadt Hamburg erwarb genau 10% der Aktien, während die Allianz AG von dem ursprünglichen Paket von 43,6% der Aktien einen Restposten von 7,85% behalten hat. Damit war die spekulative Luft aus der Aktie heraus und der Kurs sank von 144 EUR bis auf 70 EUR. In der Zwischenzeit wuchsen jedoch die Gewinne kontinuierlich, ebenso wurde die Dividende erhöht, so daß dieses Unternehmen mit den starken Marken wie NIVEA, Eucerin, Atrix, Labello, Hansa-Plast und FUTURO und der attraktiven tesa-Sparte heute fair bewertet ist. Ein neues Management ist bemüht, die geographische Expansion neben der Markenpflege zu intensivieren. Beiersdorf verfügt über einen starken Cashflow, gute Bilanzrelationen und eine Akquisitionskasse von 2,5 Milliarden EUR. Der weltweite Marktanteil von Hautpflegemitteln soll bis 2020 von 5% auf 10% steigen. Diese aktivere Unternehmenspolitik bringt Fantasie in die Beiersdorf-Aktie.

Teva

Teva-Aktien haben wir vor gut 2 ½ Jahren bereits empfohlen, zwischenzeitlich haben sie im Kurs um 75% zugelegt. Da jedoch Umsatz und Erträge noch stärker gestiegen sind, ist die Aktie nach wie vor preiswert. Neuester Coup von Teva ist die geplante Übernahme von Ivax, einem amerikanischen Generikahersteller. Beide Unternehmen zusammen erbringen eine Gesamtleistung von über 6,6 Milliarden USD und würden damit Novartis, die mit Übernahme der deutschen Hexal gerade Nr.1 im Generikamarkt geworden waren, übertrumpfen. Mit Ivax würde sich die Pipeline von interessanten Produkten für Teva verstärken, insbesondere ein in Zusammenarbeit mit Serono in der Entwicklung befindliches MS-Medikament in Pillenform würde das umsatzstarke MS-Präparat Copaxone sehr gut ergänzen. Auch regional passen Teva und Ivax sehr gut zusammen. Teva/Ivax wären mit Abstand die Nr.1 für Generika in dem Hauptmarkt USA mit einem Marktanteil von über 18%. Darüber hinaus würde die Präsenz in Lateinamerika und in Mittel- und Osteuropa verstärkt
Die Akquisition von Ivax ist mit 7,4 Milliarden USD oder dem Vierfachen des Ivax-Umsatzes teuer, aber die mittelfristigen Chancen dieser Übernahme sind sehr hoch zu bewerten. Eine Studie mit dem Wertpapier-Auswahlführer zeigt, wie attraktiv ein solches Investment sein kann.

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09/2005

Kingfisher

Kingfisher, der größte europäische Einzelhändler für Heimwerkermärkte, hatte in den ersten Monaten dieses Jahres mit dem kriselnden Wohnungsbaumarkt und der schwindenden Ausgabenfreudigkeit der britischen Konsumenten zu kämpfen. Großbritannien ist immer noch der Heimatmarkt, auf dem rund 60% des Umsatzes erzielt werden, gefolgt von Frankreich mit 2,6 Milliarden Pfund Umsatz. Diese werden von Castorama und den Brico Dépôt Märkten erwirtschaftet. Das sind rund 34% des Umsatzes. Der restliche Umsatz verteilt sich auf Polen, Italien, China und Taiwan. In Deutschland wurde eine strategische Allianz mit der Hornbach AG geschlossen, die 117 Baumärkte in Deutschland und anderen europäischen Ländern betreibt. Zusätzlich hat Kingfisher an Hornbach eine 21%ige Beteiligung erworben.
Kingfisher-Aktien sind allein aufgrund einer Dividendenrendite von 4,25% und dem relativ hohen Free Cash-flow interessant. Offensichtlich ist auch Warren Buffett dieser Auffassung, denn er hat über seine Versicherungsgesellschaft Geico kürzlich 2,9 Millionen Aktien erworben. Da Warren Buffett auch an dem erfolgreichen amerikanischen Besitzer von Heimwerkermärkten "Home Depot" beteiligt ist, ergeben sich interessante Spekulationen.

Staples, Inc.

Seit 1986 vertreibt Staples Büromaterial, Computer und Büromöbel vorrangig über Büro-Supermärkte. Dieses Konzept ist aufgegangen. Heute verfügt Staples über 1680 Büromärkte, vorrangig in den USA und Kanada. Aus 2 Milliarden USD Umsatz im Jahr 1994 sind 14,4 Milliarden USD im Jahr 2004 geworden. Der Gewinn ist von 40 Millionen USD auf über 700 Millionen USD gestiegen. Das Eigenkapital beträgt 4,1 Milliarden. USD oder 58% der Bilanzsumme. Die Aktienkurse haben sich immerhin vervierfacht. Seit 2004 beginnt die Gesellschaft auch mit Dividendenzahlungen. Auch ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von einer Milliarde USD ist beschlossen worden. Eine solide Aktie für den konservativen Anleger.

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10/2005

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank AG ist bekannt dafür, daß sie häufig ihre Unternehmensstrategie ändert. Vor einigen Jahren wurde mit der Gründung der Deutsche Bank 24 AG die minderbetuchten Privatkunden ausgegliedert und nur die Firmenkunden und die vermögenden Privatkunden wurden bevorzugt von der Deutsche Bank AG betreut. Ziel war es, das Privatkundengeschäft und die Vermögensverwaltung so zu stärken, daß damit bis zu 40% der Erträge erwirtschaftet werden können. Damit wollte man das übrige Bankgeschäft, welches recht volatil sein kann, stabilisieren. Nunmehr soll jedoch das Investment Banking gefördert werden. Ziel ist es, weltweit Nr. 1 in diesem Geschäftssektor zu werden. Das wurde im ersten Halbjahr sogar schon erreicht, aber eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.
Viel wichtiger ist die Tatsache, daß die Deutsche Bank AG wieder auf dem Weg ist, eine ertragsstarke Bank zu werden. Bereits 2004 konnte der Gewinn verdoppelt werden und auch in den beiden ersten Quartalen 2005 wurde der Gewinn kräftig erhöht, so daß auf Basis der Gewinnerwartungen für 2006 die Aktie nur mit einem KGV von 10 bewertet wird. Da auch die Dividende kräftig angehoben werden soll und das Aktienrückkaufprogramm fortgesetzt wird, bestehen beste Voraussetzungen dafür, daß der Aktienkurs weiter zulegt.

Esprit Holdings Ltd.

Esprit Holdings Ltd. ist zwar eine Aktie mit Geschäftssitz in Hongkong, aber das Hauptgeschäft wird in Deutschland und dem angrenzenden Europa gemacht. Unter dem Markennamen ESPRIT wird an Damen, Herren und Kinder schicke Freizeitkleidung mit großem Erfolg verkauft. Jedes Jahr werden 12 Kollektionen geschaffen, die, da attraktiv und preiswert, trotz Konsumflaute reißenden Absatz finden. Seit 6 Jahren steigert Esprit den Umsatz um durchschnittlich 22,8% und den Gewinn um durchschnittlich 38,8%. Im letzten Geschäftsjahr (30.6.2005) wurde ein Umsatz von 20,6 Milliarden HK$ und ein Gewinn von 3,9 Milliarden HK$ erzielt, das sind in Euro umgerechnet 2,2 Milliarden EUR Umsatz und 420 Millionen EUR Gewinn. Davon können viele Modehersteller nur träumen. Die Bilanz ist lupenrein mit einem Eigenkapital von 70% der Bilanzsumme, langfristige Schulden findet man nicht. Das Risiko liegt im Modegeschäft selbst, denn es ist ungemein schwierig, jedes Jahr mit 12 Kollektionen den Geschmack der Verbraucher zu treffen. Bisher ist das allerdings vortrefflich gelungen. Die Aktie ist für einen risikobewußten Anleger ein reizvolles Investment.

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11/2005

IBM

IBM wieder auf Wachstumspfad. In den Jahren 2002 bis 2004 hat IBM jährlich Umsatz und Gewinn steigern können. Auch das Eigenkapital wurde vermehrt und die liquiden Mittel fast verdoppelt. Ende 2004 wurden die nicht so ertragreichen PC Aktivitäten veräußert. Dies führte 2005 zu gewissen Umsatzrückgängen. Dafür zogen aber die Gewinne kräftig an, so daß der Gewinn je Aktie im 3. Quartal ohne einmalige Beträge um 22% auf 1,26 USD stieg.
Damit hat die neue Strategie erste, deutliche Ergebnisse gezeigt.
Ebenso erfreulich ist es, daß bei der Börsenkursentwicklung eine Trendumkehr stattgefunden hat. Bei steigenden Umsätzen wurden die Gleitenden Durchschnitte von 38 und 200 Börsentagen durchbrochen. Die nähere Begründung unserer Auffassung können Sie durch Bestellung des Concerta-Anlegerservice erfahren.

IKB Deutsche Industriebank AG

- fundamental stark, charttechnisch noch auf der Warteliste.
IKB Aktien hatten noch im September Hochkonjunktur. Die Aktie stieg auf über 27 EUR. Jetzt befindet sich die Aktie in einem hoffentlich kurzfristigen Abwärtstrend und notiert um 23 EUR. Das lädt aus markttechnischen Gründen nicht sofort zum Kauf ein, aber schon bei über 24 EUR bahnt sich eine Trendumkehr an. Wer mehr auf fundamentalen Werte baut, sollte bereits jetzt ein erstes Engagement eingehen, denn die Aktie notiert unter dem Buchwert, die Dividendenrendite ist mit 3,4% sehr ordentlich und der aktuelle Gewinntrend sehr vielversprechend.

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12/2005

Norddeutsche Affinerie AG (NA)

Diese über 140 Jahre alte Kupferhütte fährt in den letzten 2 Jahren überdurchschnittlich hohe Gewinne ein, denn die Kupfernachfrage hat sich in China, aber auch in Indien in den letzten 5 Jahren mehr als verdoppelt. NA ist seit Jahren in Europa der führende Hersteller von Kupferkathoden, die das Rohmaterial für die Produktion von Kupferdrähten, Walzen und Folien darstellen. Die Produktion ist trotz der hohen Energiepreise relativ kostengünstig. Auch an der Weiterverarbeitung der Kathoden hat NA einen hohen Anteil in Europa. Darüber hinaus entwickelt NA eine mit Selen beschichtete Kupferfolie, die die teueren Solarzellen ersetzen sollen. Die Gesellschaft schüttet in der Regel 70% des Gewinns aus, so daß die Aktionäre aktuell mit einer Dividende von ca. 1 EUR für 2005 rechnen können. Das entspräche einer 5%igen Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Aufgrund der starken Nachfrage nach Kupferprodukten ist auch für das nächste Geschäftsjahr mit steigenden Gewinnen zu rechnen.

Stryker Corp.

Jeder deutsche Orthopäde, insbesondere diejenigen, die auch chirurgische Eingriffe vornehmen, kennen die Firma Stryker als Lieferant für hochwertige künstliche Hüften, Knie, Schulter usw. Der Begründer dieser Gesellschaft, ein Herr Stryker, hat schon frühzeitig Implantate entwickelt, die heute marktführend sind. Die Aktien der Gesellschaft wurden 1979 an der amerikanischen Börse eingeführt. Das Unternehmen hat in den letzten 10 Jahren ein beispielsloses Wachstum erlebt. Im Durchschnitt stiegen die Umsätze, insbesondere aber auch die Gewinne, um mehr als 20% jährlich. Die Bewertung war bislang entsprechend hoch. Erst in diesem Jahr bildete sich bei weiter steigenden Gewinnen der Kurs zurück, weil manche Analysten Bedenken bekommen haben, ob sich das Wachstum so fortsetzen wird. Auch ein Verfahren der US-Regierung, die untersucht, ob die Firma ohne Gegenleistung Zahlungen an Chirurgen geleistet hat, um den Absatz an diese zu fördern, wird negativ beurteilt.
Bisher haben diese negativen Trends jedoch nur zu einem Kursrückgang geführt. Der Gewinn wächst weiterhin mit zweistelligen Prozentsätzen.

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