AKTIENTIPS 2007

Möchten Sie die Kurzform aller Analysen von 2010, 2009, 2008, 2006, 2005, 2004, 2003, 2002, 2001, 2000, 1999 oder 1998 sehen?
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01/2007

Carl Zeiss Meditec

Die Aktien dieser Gesellschaft des Zeiss-Konzerns werden erst seit einigen Jahren an der Börse gehandelt. Die Börseneinführung erfolgte im Zuge der Übernahme der Asklepion Meditec AG im Juli 2002. Seitdem haben die Aktionäre eine erfreuliche Umsatz- und Gewinnsteigerung verzeichnen können. Die Gesellschaft kann auf eine hundertjährige Unternehmensgeschichte zurückblicken und hat sich zu einem Spitzenunternehmen für die Augenheilkunde entwickelt. Die Produkte und Systeme dienen  der Behandlung der vier wesentlichen Augenerkrankungen wie Fehlsichtigkeit, Grauer Star, Grüner Star und Netzhauterkrankungen. In Amerika und in Japan ist Meditec besonders stark vertreten.
Im Jahre 2006 vollzog man nach monatelangen Gerichtsverfahren, angezettelt von einigen Kleinaktionären, die Übernahme von Carl Zeiss Surgical und eine Barkapitalerhöhung mit einem sehr günstigen Bezugsrecht. Das Aktienkapital wurde von 32,5 auf 81,3 Millionen Aktien aufgestockt. Schon im laufenden Geschäftsjahr ist zu erwarten, daß Meditec deutlich über 600 Millionen EUR Umsatz macht und einen Nettogewinn von 70 bis 90 Millionen EUR erwirtschaftet. Auch nach der Kapitalmaßnahme hält der Carl Zeiss Konzern 65% der Aktien, während sich 35% im Streubesitz befinden. Der Vorstand hofft allerdings, daß Meditec mit dem erhöhten Kapitalvolumen demnächst auch im TecDAX aufgenommen wird. (Siehe auch unsere Analyse in unserer Januar-Ausgabe Concerta-Anlegerservice).

Cintas Corp

Vor 78 Jahren gründete  Richard „Doc“ Farmer die Gesellschaft als eine örtliche Kleiderreinigungsfirma für die Instandsetzung und Reinigung von Werksbekleidung der lokalen Firmen. 1965 wurde zusätzlich der Verleih von Werksbekleidung aufgenommen, die größtenteils selbst hergestellt wurde. Erst 1983 ging Cintas Corp an die Börse. Das Management verblieb bis heute in der Farmer Familiendynastie. Heute ist Cintas mit 32000 Mitarbeitern, rund 700.000 Kunden, 365 Niederlassungen, darunter 14 Produktions- und 7 Verteilungsstätten sowie einem Umsatz von 3,4 Milliarden USD die größte Firma für Werksbekleidung in Nordamerika. Die Aktie wurde sehr lange mit einem erheblich Wertaufschlag gehandelt, da das Unternehmen auf ein 35jähriges ununterbrochenes Wachstum zurückblicken konnte sowie Topbilanzrelationen aufwies. Zwischenzeitlich hat sich die Bewertung normalisiert, so daß die Aktie wieder attraktiv erscheint. Näheres in unserer Analyse in der Januar-Ausgabe des Concerta-Anlegerservice.

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02/2007

Novartis AG

In der Schweiz gibt es zwei hervorragende Pharmaunternehmen: Novartis und Roche. Roche blickt auf eine langjährige Unternehmensgeschichte zurück, während Novartis erst aus der Fusion von Ciba und Sandoz vor 10 Jahren entstanden ist. Allerdings sind die Vorgängerfirmen ebenfalls  vor mehr als 100 Jahren gegründet worden. Novartis ist aus dem Lateinischen „novae artes“ abgeleitet worden und steht für neue Fähigkeiten und Kompetenzen. Diese hat Novartis in den letzten 10 Jahren  mit großem Engagement fortentwickelt und gehört in Europa, aber auch weltweit zu den bedeutendsten Pharmaunternehmen.  Als einziges Unternehmen führt Novartis unter dem Firmennamen Sandoz ein Generikageschäft, welches ebenfalls zu den  Spitzenunternehmen in Europa gehört.  Novartis hat in den letzten 5 Jahren Umsatz und Gewinn jedes Jahr zweistellig gesteigert, nur der Kurs der Aktie hat damit nicht Schritt gehalten. Novartis verfügt aufgrund seiner starken Pipeline an neuen Produkten auch über sehr gute Zukunftsaussichten. Bei Interesse lesen Sie  bitte unsere Analyse im Concerta Anlegerservice, Ausgabe Februar 2007.

Telefónica

Aktien von Telekomunternehmen, insbesondere der Deutschen Telekom,  sind zwar zur Zeit nicht gefragt, aber es gibt ein spanisches Unternehmen mit  einem starken Engagement in Lateinamerika, welches durch seine dynamische Unternehmenspolitik angenehm auffällt. 2006 wurde der britische Mobilkonzern O2 übernommen, mit dem man auf einen Schlag bedeutende Marktpositionen in ganz Europa einkaufte. Umsatz und Gewinn werden deswegen für das Jahr 2006 um hohe zweistellige Prozentzahlen steigen. Die Kehrseite ist die Tatsache, daß sich dadurch die Schulden des Unternehmens um mehr als 18 Milliarden EUR auf über 50 Milliarden EUR erhöht haben. Allerdings erwirtschaftet das Unternehmen vor Dividendenzahlungen und einem  Aktienrückkaufprogramm 6,5 Milliarden EUR  Free Cash-flow, so daß zusätzliche  Finanzbelastungen verkraftet werden können.
Die Aktie ist in den letzten Monaten zwar schon von 13 EUR auf bis zu 17 EUR gestiegen, aber man sollte sie im Auge behalten. Bei Kursen um 15 EUR erscheint  sie auf Basis der aktuellen Unternehmensdaten interessant. Näheres finden Sie in unserer Februaranalyse im Concerta Anlegerservice.

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03/2007

Gesco AG

Gesco AG – ein starker Partner für den Mittelstand
Im Jahr 1989 entschloß sich eine Gruppe von Privatanlegern mit engen Beziehungen zum Mittelstand, die Gesco AG mit dem Ziel zu gründen, ein Beteiligungsportefeuille von erfolgreichen mittelständischen Unternehmen der Maschinen- und Werkzeugindustrie aufzubauen. Im Gegensatz zu Private Equity Gesellschaften erwirbt Gesco die Unternehmen mit der Absicht, sie langfristig zu halten. Es wird die Übernahme von 100% des Kapitals angestrebt. Ein eingesetzter Geschäftsführer hat die Chance, bis zu 20% des Kapitals zu erwerben, sofern er in den ersten zwei Jahren das Unternehmen gewinnbringend geführt hat. In den letzten Jahren erzielte Gesco ein starkes Gewinn- und Dividendenwachstum. Die Aktie selbst wird zur Zeit noch sehr moderat mit einem niedrigen KGV gehandelt. Die Dividendenrendite beträgt 3,2%.

Inficon Holding AG

Inficon Holding AG ist ein Technologieunternehmen, welches durch ein Spin-off der Schweizer Holding Unaxis entstand. Es ist mittlerweile führend in der Entwicklung, Produktion und im Vertrieb von innovativen Vakuuminstrumenten, hochpräzisen Sensorgeräten und einer speziellen Software für Prozeßkontrollen für die Halbleiter- und Vakuum-Beschichtungsindustrie. Inficon stellt auch stark nachgefragte Geräte zur Lecksuche her für die Klimatechnik/Kühlgeräteherstellung. Kunden sind alle führenden Halbleiterhersteller und die gesamte Automobilbranche. Inficon beliefert einige Geschäftspartner wie zum Beispiel Pfeiffer Vacuum und Leyboldt Vacuum, die unter Eigenmarken den breiten allgemeinen Vakuummarkt versorgen. Nach einem Verlustjahr (2003) aufgrund von Sonderabschreibungen hat die Gesellschaft unter der Führung des neuen CEO Lukas Winkler die Profitabilität, insbesondere durch Kostensenkungen, ständig verbessert. Lukas Winkler beabsichtigt nunmehr die Expansion zu forcieren.

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04/2007

PULSION Medical Systems AG

PULSION wurde 1990 gegründet. Die Gesellschaft hat sich zu einem führenden Spezialisten auf dem Gebiet intelligenter medizinischer Diagnose- und Therapiemanagement-Systeme entwickelt. Seit 2001 wird die Aktie an der Frankfurter Börse gehandelt. PULSION hat sich auf zwei Geschäftsbereiche konzentriert: PULSION Critical Care, welches die Intensiv-, die Perioperative- und die Notfallmedizin adressiert, richtet sich auf das Management von Herz-/Kreislauffunktion und Organfunktionen kritisch kranker Patienten. PULSION Perfusion sind Produkte und Aktivitäten, die sich auf das Diagnose- und Therapie-Management der Organ- und Gewebedurchblutung in der Ophthalmologie, der Chirurgie und der Hepatologie fokussieren. Die Produkte werden weltweit vermarktet, vornehmlich in Europa und in den USA, in denen für einige Produkte FDA-Zulassung erreicht wurde.
PULSION erzielte ein starkes kontinuierliches Wachstum seit der Börsennotierung 2001, wurde aber erst 2004 erstmalig profitabel. Trotz der Verlustperiode bis 2004 konnte das Eigenkapital stetig erhöht werden, welches heute 64% der Bilanzsumme beträgt. Im Jahr 2006 erzielte die in München domizilierte Gesellschaft eine Umsatzsteigerung von 21% auf 24,5 Millionen EUR und erwirtschaftete ein Gewinnplus von 70% auf 3,3 Millionen EUR, obwohl zusätzlich die Ausgaben für F&E um 76% auf 2,2 Millionen EUR gesteigert wurden. Diese solide finanzierte, kleine medizintechnische Gesellschaft verzeichnete seit 2001 jährlich ein Umsatzwachstum von 20% und ist nunmehr auch sehr profitabel. Ein genaues Studium dieser Aktie kann sich lohnen.

Zurich Financial Services

Diese Gesellschaft entstand 1998 aus der Fusion von Zurich Versicherung mit dem Finanzdienstleistungsgeschäft der britischen B.A.T. Gruppe. Bis Oktober 2000 wurde das Geschäft unter Zurich Allied und Allied Zurich geführt, bis dann eine Gesellschaft, nämlich „Zurich Financial Services“ geschaffen wurde. Der bis Mai 2002 agierende Vorstandsvorsitzende war bekannt für seine maßlose Akquisitionspolitik, die sich nur auf Volumen konzentrierte und dabei das Gewinnwachstum nicht beachtete. Erfreulicherweise übernahm James Schiro als CEO die Führung des Unternehmens ab Mai 2002. Er änderte radikal die bisherige Geschäftspolitik und konzentrierte sich darauf, ein profitables Versicherungs- und Finanzdienstleistungsgeschäft in ausgesuchten Regionen aufzubauen. . Heute ist ZFS die Nr. 2 der Versicherer im Unternehmensgeschäft, die Nummer 2 in der europäischen Schadensversicherung und der drittgrößte Anbieter von Unternehmens-, Sach- und Unfallversicherungen in den USA. Das Lebensgeschäft wurde auf die europäischen Schlüsselmärkte Deutschland, Großbritannien, Irland, Italien, Spanien und die Schweiz sowie auf die USA konzentriert.
Obwohl die Aktie sich seit 2002 wieder kräftig erholt hat, sind die Gewinne noch schneller gewachsen. Als Ergebnis ist festzustellen, daß der Gewinn je Aktie unter 10 ist und die Dividendenrendite mehr als 3% beträgt. Wer interessiert ist, die Aktie näher zu studieren, sollte unsere April-Ausgabe 2007 des Concerta Anlegerservice anfordern.

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05/2007

Allianz SE

Die Allianz Versicherung wurde 1890 gegründet und ist heute einer der führenden Finanzdienstleister weltweit. Allianz hat in 70 Ländern Niederlassungen und betreut weltweit rund 60 Millionen Kunden. Die Hauptgeschäftszweige sind Versicherungen, Vermögensverwaltung und Bankgeschäfte. Während der letzten Jahre wuchs die Allianz Gruppe durch Akquisitionen. Das war sehr erfolgreich hinsichtlich des Erwerbs von PIMCO-Advisors und Nicholas-Applegate, während der Kauf der Dresdner Bank AG sich zu einem sehr teueren Exkurs in die Bankenwelt entwickelte. Letztendlich präsentierte die Allianz eine sehr beeindruckende Entwicklung für die Aktionäre in den letzten drei Jahren. Der Betriebsgewinn wurde von 2004 bis 2006 um 48,4% auf mehr als 10 Milliarden EUR gesteigert. Der Nettogewinn erhöhte sich um 109,5% auf mehr als 7 Milliarden EUR im Jahre 2006. Das Eigenkapital der Aktionäre verbesserte sich um 68,3% auf 50,5 Milliarden EUR zum Jahresende 2006. Diese ausgezeichneten Ergebnisse nach dem Desaster des Jahres 2002 haben in der Kursentwicklung noch keinen Niederschlag gefunden. Das KGV ist unter 10 und die Dividendenrendite beträgt 2,3%. Das Management hat sich für die kommenden Jahre ein zweistelliges Wachstum zum Ziel gesetzt und wir glauben, daß dies auch erreichbar ist. Das ist der Hauptgrund, weswegen wir auf diese Aktie aufmerksam machen und empfehlen, weitere Recherchen im „Concerta Anlegerservice“, Ausgabe Mai 2007, anzustellen.

SBM Offshore N.V.

SBM Offshore N.V. ist eine niederländische Verwaltungsholding einer Gruppe internationaler Gesellschaften, die als Zulieferer der Öl- und Gas-Explorationsindustrie auf globaler Basis arbeiten. 1965 wurde die Gesellschaft erstmalig an der Amsterdamer Börse notiert, seit März 2003 gehört SBM Offshore, vormals IHC Caland N.V. genannt, zum AEX Index.
Die Gruppe begann ihrer Hochseeaktivitäten Anfang der 50er Jahre und wurde daran anschließend der Pionier der Single Point Mooring (SPM) Systeme, dabei handelt es sich um dynamisch positionierte Bohrplattformen, mit aufgesetzten Bohrkonstruktionen und schweren Hochseekränen.
Die wachsende Öl- und Gasknappheit der großen Ölgesellschaften führte zu einem intensiven Auftragseingang bei SBM Offshore seit Ende 2004. Der Umsatz verdoppelte sich seitdem auf fast 2 Milliarden USD. Der Auftragsbestand stieg von 4 auf 7 Milliarden USD, und der Gewinn je Aktie legte von 0,69 USD auf 1,55 USD zu. Die Gesellschaft schüttet in der Regel 50% der erzielten Gewinne aus. SBM erwartet für 2007 und die kommenden Jahre ein zweistelliges Wachstum für Umsatz und Gewinn.
Für weitere Informationen lesen Sie bitte den „Concerta Anlegerservice“, Mai 2007.

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06/2007

Bijou Brigitte

Friedrich Werner gründete 1963 ein Modeschmuckunternehmen, welches heute unter dem Namen „Bijou Brigitte“ als marktführender Anbieter von Modeschmuck und modischen Accessoires gilt.
Derzeit betreibt der Konzern, dessen Vorstandsvorsitzender noch immer Friedrich Werner ist, über 900 Filialen im In- und Ausland und erzielt seit über 10 Jahren kontinuierliche Umsatz- und Gewinnsteigerungen. Das Konzept, die Produktion von bezahlbaren und aktuellen Modeaccessoires für die Frau von heute, geht seit Jahren auf. Das rechtzeitige Aufspüren von Modetrends ist ein unabdingbarer Baustein für diesen Erfolg.
Auf über 9.000 Artikel ist das Sortiment bereits angewachsen. Darunter befinden sich nicht nur Schmuckstücke, sondern auch Handtaschen, Tücher, Uhren und Sonnenbrillen.
2006 war für das Unternehmen erneut ein erfolgreiches Jahr. Der Umsatz legte um 15,8% auf 348 Millionen EUR zu, der Gewinn kletterte um 10,4% auf 80,3 Millionen EUR. Über 60% der Filialen befinden sich bereits im Ausland, und auch in Zukunft möchte Bijou Brigitte durch die Ausweitung des Filialnetzes weiter wachsen.
Ein flächenbereinigtes Umsatzminus und ein reduziertes Konzernergebnis im ersten Quartal 2007 im Vergleich zum Vorjahr ließ die Aktie von 220 EUR auf gut 135 EUR einbrechen. Wie wir die weitere Entwicklung einschätzen und warum die Aktie für uns trotzdem ein Kauf ist, lesen Sie im „Concerta-Anlegerservice“ für den Monat Juni.

Adecco

Adecco ist der weltweit größte Personaldienstleister mit 6700 Niederlassungen in 70 Ländern und 35000 Mitarbeitern. Entstanden ist Adecco aus dem Zusammenschluß der schweizerischen Firma Adia und dem französischen Personaldienstleister ECCO im Jahre 1996. Beide Gesellschaften konnten auf eine 30-40jährige erfolgreiche Firmenentwicklung zurückblicken. Adecco ist in den letzten 10 Jahren durch eine Reihe von gezielten Akquisitionen und durch ein solides organisches Wachstum zum größten Personaldienstleister aufgestiegen. Bei der letzten Übernahme im Jahre 2006 in Düsseldorf (DIS) wurde auch gleichzeitig das jetzt agierende Vorstandsteam mit eingekauft, bestehend aus dem Konzernchef Dieter Scheiff und Finanzvorstand Dominik de Daniel. Beide haben den Ehrgeiz, das margenträchtigere Geschäft der Vermittlung von Fachkräften voranzutreiben und die Kosten im Basisgeschäft – Vermittlung von Industriearbeitern und Angestellten – zu senken. Das soll dazu führen, daß der Betriebsgewinn schneller steigt als der Umsatz. Ein sehr erfahrener und erfolgreicher Manager, nämlich Jürgen Dormann, bekannt von Hoechst, Sanofi-Aventis und ABB, hat 2007 den Verwaltungsratsvorsitz von dem Großaktionär Klaus J. Jakobs übernommen. Alle diese Fakten scheinen den Kurs zu stimulieren. Unsere Fundamentalanalyse können Sie im „Concerta-Anlegerservice“ (Ausgabe Juni) nachlesen.

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07/2007

Heidelberger Druckmaschinen AG

Die Heidelberger Druckmaschinen AG ist mit über 40% Marktanteil im Bogenoffsetdruck der international führende Lösungsanbieter für gewerbliche und industrielle Anwender in der Printmedien-Industrie. Der Konzern konzentriert sich auf die gesamte Wertschöpfungskette der gängigen Formatklassen im Bereich Bogenoffsetdruck und Flexodruck. Für einige Zeit waren auch Digitaldrucker im Programm, diese Sparte wurde vor kurzem wieder veräußert, und stattdessen wurden Drucker auf konventioneller Basis entwickelt, die im Einsatz kostengünstiger sind und weniger Fehldrucke aufweisen. Heidelberger Druck verfügt in 6 Ländern über Produktionsstätten und unterhält weltweit 250 Vertriebsbüros. Serviceleistungen werden den mehr als 200.000 Kunden weltweit angeboten. Der Gesamtumsatz wird 2007 4 Milliarden EUR betragen, wovon 85% im Ausland erwirtschaftet werden. Im Jahre 2008 findet die drupa-Messe statt, wie alle vier Jahre in Düsseldorf. Heidelberger Druck hat mehrere neue Druckmaschinen entwickelt und erwartet ein gutes Wachstum in den nächsten Jahren. Interessierte Leser finden eine Studie der Aktie in der Juli-Ausgabe des Concerta-Anlegerservice.

Sun Hydraulics Corporation

In den letzten 5 Jahren steigerte Sun Hydraulics den Umsatz um über 20% jährlich und den Gewinn sogar mit über 78% jährlich. Hauptgrund für dieses Wachstum ist die technische Marktführerschaft für leistungsstarke Einschraubventile und Gehäuse für die Hydraulik. Dieser Markt wächst schneller als der Markt für Ventile ganz allgemein. Der Umsatz von derzeit rund 150 Millionen USD verteilt sich zu rund 50% auf Amerika, zu 30% auf Europa und zu 20% auf Asien/Pazifik. Es bestehen Fertigungsstätten in den USA, England, Deutschland und Korea, in China wurde eine Gesellschaft mit einem chinesischen Partner gegründet. Sun Hydraulics wird an der Börse relativ hoch bewertet. Das erscheint angesichts der Wachstumsraten in der Vergangenheit und der guten Perspektiven für die Zukunft gerechtfertigt. Wir empfehlen ein intensives Studium der Gesellschaft, die in der Juli-Ausgabe des Concerta-Anlegerservice vorgestellt wird.

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09/2007

Archer Daniels Midland (ADM)

Archer Daniels Midland (ADM) gehört zu den soliden Blue Chips der amerikanischen Wirtschaft. Seit mehr als 100 Jahre verarbeitet, lagert, transportiert und handelt ADM landwirtschaftliche Erzeugnisse der Bauern. Vornehmlich werden Ölsaaten und Mais verarbeitet. Neuerdings werden daraus auch Biodiesel und Bioethanol hergestellt. In diesen Geschäftsbereichen ist ADM in den USA Marktführer mit 20% Marktanteil. In Europa ist ADM stark in der Biodieselproduktion aus Raps oder Soja. Zur Zeit verursachen Überkapazitäten beim Ethanol einen Preisdruck, denn viele neue Anbieter wurden durch staatliche Subventionen angelockt. Das hat dazu geführt, daß die ADM-Aktie im Kurs von rund 40 USD auf 30 USD gedrückt wurde. Sie wird zur Zeit mit dem 12fachen Gewinn bewertet. Dagegen war die Geschäftsentwicklung im zum 30.6.2007 abgeschlossenen Geschäftsjahr blendend. Der Umsatz stieg um 20% auf 44 Milliarden USD und der Gewinn verbesserte sich um 15,2% auf 2 Milliarden USD. Wer mehr erfahren will, sollte unsere aktuelle Ausgabe des Concerta-Anlegerservice anfordern.

IVG Immobilien AG

Diese Gesellschaft wurde bereits 1916 als Verwertungsgesellschaft der Montanindustrie gegründet. Nach dem Krieg nutzte der Bund die Firma als Industrieverwaltungsgesellschaft, abgekürzt IVG, in welche die Verwaltung verschiedenster Immobilien verlagert wurde, um das Bundesverteidigungsministerium und andere staatliche Stellen zu entlasten. 1986/1997 wurde die Gesellschaft in zwei Schritten vollständig privatisiert und an die Börse gebracht. Bald darauf konzentrierte sich das Unternehmen auf Büroimmobilien, und alle nicht-immobilienorientierte Geschäftsbereiche wurden abgestoßen. Heute verwaltet die IVG als eine der bedeutenden europäischen Büroimmobilienfachfirmen ein Portfolio von über 19 Milliarden EUR, davon 4 Milliarden EUR im Eigenbesitz. Das Projektentwicklungsvolumen beträgt zur Zeit 1,7 Milliarden EUR. Daneben verfügt IVG über ein Kavernenvermögen im Werte von 1,4 Milliarden EUR. Die 4 Geschäftsbereiche Investment, Fonds, Development und Kavernen sind alle eigenständige Profitzentren. Nicht zuletzt aufgrund der guten Büroimmobilienkonjunktur floriert zur Zeit das Geschäft. Gleichwohl sank an der Börse der Aktienkurs von 36 EUR auf unter 25 EUR. Das macht die Aktie derzeitig attraktiv. Näheres finden Sie in unserer aktuellen Ausgabe des Concerta-Anlegerservice.

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10/2007

adidas

Fast jeder kennt die Sportbekleidung mit den drei Streifen. Adidas ist für viele Berufs- und Freizeitsportler ein Begriff.
Mit selbstgemachten Sportschuhen fing der Namensgeber und Gründer Adi Dassler 1920 an – heute gehören über 25.000 Mitarbeiter zum Adidas-Konzern.
Die Produktpalette reicht von Schuhen, Bekleidung und Accessoires für Fußball, Basketball, Fitneß und Training bis hin zu Artikeln für Adventure, Trail und Golf.
Mehr als 80 eigene Tochterunternehmen sorgen für den weltweiten Einsatz und Absatz der Produkte. Die Übernahme von Reebok im Jahr 2006 verlief zu Anfang nicht ohne Probleme, doch nun zahlt sich die Integration des Mitbewerbers aus. Zudem verfolgt der Sportartikelhersteller ehrgeizige Ziele in Asien und Lateinamerika. Unsere Einschätzung dieser Aktie und unsere Prognose für die nächsten 5 Jahre lesen Sie in der aktuellen Ausgabe unseres “Concerta-Anlegerservice“.

Total

Total ist die drittgrößte Europäische Öl- und Gasgesellschaft. Es werden 112.000 Mitarbeiter in mehr als 130 Ländern beschäftigt. Erst vor einigen Jahren entstand das derzeitige Unternehmen aus der Fusion mit der belgischen Petrofina und der französischen Elf Aquitaine. Der Firmenname Total wurde 2003 angenommen. Total hat sich zum Ziel gesetzt, die Öl- und Gasreserven zu stärken. Das Management will sich ebenfalls verstärkt beim Bau und Betreiben von Atomkraftwerken engagieren. Es kann durchaus sein, daß die Beteiligung Sanofi-Aventis veräußert und mit dem Verkaufserlös ein Engagement in Areva Aktien finanziert wird. Areva ist die französische Gesellschaft für den Bau von Kernkraftwerken. Total-Aktien sind attraktiv nach einem Kursrückgang in den letzten Wochen und aufgrund einer aktionärsfreundlichen Dividendenpolitik sowie einer Öl- und Gasproduktion in Gebieten mit relativ niedrigen Gewinnungskosten.

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11/2007

Pfleiderer AG

Bereits 1894, also vor mehr als 100 Jahren gegründet, hat dieses Unternehmen eine sehr bewegte Firmengeschichte hinter sich gebracht. Zunächst hat Herr Gustav Adolf Pfleiderer eine Holzhandlung und Flößerei in Heilbronn am Neckar betrieben, dann kam die Imprägnierung von Holzschwellen und Holzmasten hinzu bis zur Herstellung von Betonschwellen und Schleuderbetonmasten. Selbst in Windenergieprojekten war man engagiert. All das stimmt heute nicht mehr, denn ab dem Jahr 2000 konzentrierte man sich auf Holzwerkstoffe und Laminate für Fußbodenbeläge. Die übrigen Bereiche wurden verkauft, häufig mit gutem Gewinn, und es fand der Ausbau der neuen Kerngebiete, insbesondere auch durch Akquisitionen statt. Heute ist Pfleiderer für Holzwerkstoffe und Laminatböden führend in West- und Osteuropa sowie in Nordamerika. Nach einem Aktienkurssturz aufgrund eines schweren Verkehrsunfalls des Vorstandssprechers erscheint die Aktie aktuell attraktiv. Das KGV ist mit 11,7 recht niedrig. Das gilt insbesondere im Hinblick auf das zukünftige Wachstumspotential und die zu erwartenden Synergieeffekte aus der Integration der neuen Beteiligung Pergo AB. Ein näheres Studium der Aktie erscheint sinnvoll. In der neuesten Ausgabe des Concerta-Anlegerservices wird die Aktie unter die Lupe genommen.

SAP AG

Vor 35 Jahren wurde SAP GmbH als eine kleine regionale Softwaregesellschaft in der Nähe von Mannheim gegründet. Heute ist SAP AG eines der bedeutendsten Unternehmen für Geschäftssoftware. Gemessen am Börsenwert ist es das drittgrößte unabhängige Softwareunternehmen in der Welt. Die Gesellschaft beschäftigt 42.000 Mitarbeiter, die in über 120 Ländern über 41.200 Kunden betreuen.
Bis vor kurzem folgte SAP dem Grundsatz organisch zu wachsen, im Gegensatz zu dem Hauptkonkurrenten Oracle Corporation, der das Wachstum durch Akquisitionen erzielte. Es war daher eine große Überraschung, als SAP kürzlich eine beträchtliche Übernahme für 4,8 Milliarden EUR ankündigte. Die französisch-amerikanische Softwaregesellschaft Business Objects ist ein schnell wachsendes Unternehmen, welches sich auf die Entwicklung von Programmen konzentriert, mit denen Datenströme großer Gesellschaften auf spezifische Fragestellungen analysiert werden können. Diese Programme sind ausgezeichnete Handwerkszeuge für die strategische Planung. SAP hat diesen Bereich der Geschäftssoftware bisher noch nicht abgedeckt, sondern hat sich nur auf exzellente Programme für die Abwicklung von Geschäftsprozessen konzentriert. Mit dieser Akquisition der Firma Business Objects wird daher das Programmangebot der SAP AG wesentlich für die Unternehmen verbessert. Das Management der SAP AG erwartet, daß sich das Kundenpotential zusammen mit den 44.000 Kunden der Firma Business Objects bis 2010 auf ungefähr 100.000 Kunden erhöhen wird. Concerta-Anlegerservice hat eine Studie über die SAP AG in der November-Ausgabe veröffentlicht.

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12/2007

Noble Corporation

Noble Corporation gehört zu den führenden Dienstleistern für die Öl- und Gasindustrie. Die Gesellschaft blickt auf eine 86jährige Geschäftstätigkeit zurück und ist seit 1986 an der Börse notiert. Seit 2000 ist die Aktie in den S & P 500 Index aufgenommen. Der große Bedarf an Öl und Erdgas hat zu einer stark angestiegenen Explorationstätigkeit der Ölgesellschaften geführt. Davon profitieren die Ölservicegesellschaften im hohen Maße. Nicht nur die Auslastung der Bohrgeräte, sondern auch die Preise für Geräte und Service haben kräftig angezogen. Eine gut geführte Gesellschaft wie Noble Corporation konnte deswegen in den letzten Jahren den Umsatz mehr als verdoppeln. Das kann von der Bewertung an der Börse nicht behauptet werden. Wir empfehlen die Aktie zu einem näheren Studium und verweisen auf unsere Analyse in der Dezember-Ausgabe des Concerta-Anlegerservice.

GrenkeLeasing AG

Die Subprime-Krise und die damit verbundene Bankenkrise hinterläßt auch Spuren bei einem soliden Leasingunternehmen. Finanzdienstleister werden pauschal abgestraft, so auch GrenkeLeasing AG, deren Aktienkurs sich in 6 Monaten fast halbiert hat. Da die Geschäftsentwicklung unverändert positiv ist, die Eigenkapitalausstattung für ein Leasingunternehmen als solide zu bezeichnen ist, erscheint ein genaueres Studium der Gesellschaft sinnvoll. Abgesehen von einem negativen Free Cash-flow, der wohl zu einem gewissen Grad für eine wachsende Leasinggesellschaft typisch ist, erscheinen alle anderen Kennziffern akzeptabel. Wer als „Contrarian“ Mut hat, aktuell in einen Finanzdienstleister zu investieren, sollte sich unsere Analyse in der Dezember-Ausgabe des Concerta-Anlegerservice näher anschauen.

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