AKTIENTIPS 2009

Möchten Sie die Kurzform aller Analysen von 2010, 2008, 2007, 2006, 2005, 2004, 2003, 2002, 2001, 2000, 1999 oder 1998 sehen?
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01/2009

Beiersdorf AG

Seit kurzem ist die Beiersdorf-Aktie in den DAX aufgestiegen und gehört damit zu den 30 Top-Aktien des deutschen Aktienindexes DAX. Mit diesem Hamburger Markenartikelhersteller – jeder kennt Nivea, Labello und La Prairie ebenso wie Tesa – wird auch deutlich mehr Stabilität in den DAX gebracht, als der Absteiger Hypo Real Estate je erbringen konnte. Im Geschäft mit Körperpflegemitteln und Konsumprodukten ist Beiersdorf in den letzten Jahren stärker als der Markt gewachsen. Für Klebeprodukte und selbstklebende System- und Produktlösungen gilt Beiersdorf weltweit als führend. Mit einem Eigenkapital von 2,07 Milliarden EUR beträgt die Quote 53,9% der Bilanzsumme. Die Nettoliquidität erreichte Ende 2007 über eine Milliarde EUR. Für 2009 erwartet man zwar einen geringfügigen Gewinnrückgang, aber dank der regionalen Expansion, insbesondere auch in China, ist Beiersdorf für einen Konjunkturrückgang gut gewappnet. Eine interessante Aktie für den langfristig denkenden Anleger.

Smartrac N.V.

TecDax hat ein neues Mitglied bekommen. Es ist der niederländische Funkchiphersteller Smartrac N.V. Er wurde 2000 gegründet, beschäftigt mittlerweile 2800 Mitarbeiter weltweit in Nord- und Südamerika, Europa, besonders in den Niederlanden und Deutschland, sowie in Asien einschließlich Indien. Smartrac spezialisiert sich auf die Inlay-Produktion von kleinen Funkchips (RFID = Radio Frequency Identification) für die Chip-Industrie, für die Hersteller von Smartcards und die Produzenten von Papier, Kunststoff und Kupfer. Die kleinen Halbleiterelemente sorgen für die drahtlose Übermittlung von Führerschein-, Kreditkarten- und Fahrkarteninformationen oder Reisepaßnummern.
Es wird erwartet, daß in Europa chipbestückte Personalausweise eingeführt werden, und in den USA plant man, elektronisch lesbare Führerscheine zu nutzen.
Das Wachstum von Smartrac war von 2000 bis 2007 enorm. Der Umsatz stieg jährlich um 84% und der Gewinn um fast 100%. 2008 ergab sich in den ersten 9 Monaten bei weiter – aber moderater – steigendem Umsatz ein Gewinnrückgang. Das hat die Aktie von 38 EUR auf unter 10 EUR abstürzen lassen. Diese Abstrafung war unberechtigt, denn Smartrac verfügt über eine gesunde Bilanz mit einem Eigenkapitalanteil von 57%. Der Umsatz soll 2008 von 96 auf über 120 Millionen EUR gestiegen sein. Das KGV 2009 wird auf 8,9 geschätzt und ist damit sehr niedrig für einen Wachstumswert.

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02/2009

AMGEN Inc.

AMGEN Inc. ist eine der größten und bedeutendsten  Biotechnologieunternehmen in der ganzen Welt. Seit Anfang der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts wurden bis heute  jedes Jahr stetig ansteigende  Gewinne erwirtschaftet, die sich von 0,26 USD je Aktie (1992) auf  4,22 USD je Aktie (2008)  erhöhten.  Der Umsatz ist entsprechend rasant gewachsen.  In den letzten Jahren hat sich das Wachstum verlangsamt, weil offensichtlich nicht genügend neue Produkte entwickelt wurden und die sogenannten Blockbuster wie Epogen/Aranesp  sowie Neulasta/Neupogen und Enbrel nicht so schnell wie erwartet durch neue Medikamente ersetzt werden konnten. Hinzu kommen auch erste Generikaprodukte, die natürlich wesentlich preisgünstiger im Pharmamarkt vertrieben werden. AMGEN hat jedoch mit Denosumab einen neuen Anwärter als Blockbuster-Medikament in der Pipeline. Darüber hinaus wurden  die Produktionsabläufe deutlich verbessert und damit auch die Betriebsmarge.  Da die Gesellschaft keine Dividende ausschüttet, hat sich das Eigenkapital  im Laufe der Jahre kräftig erhöht. Die langfristigen Schulden betragen nur 50% des Eigenkapitals. Diese Aktie ist aktuell günstig bewertet, näheres erfahren Sie im Concerta-Anlegerservice  Februar Ausgabe 2009.

KWS Saat AG

KWS Saat AG ist ein mittelständisches Unternehmen, welches sich seit  über 150 Jahren mit dem Saatgutgeschäft für Zuckerrüben, Mais, Getreide, Kartoffeln und weiteren Nutzpflanzen beschäftigt.  Es wird eifrig geforscht, um die Ertragskraft der jeweiligen Pflanzen nachhaltig zu stärken und sie gegen Krankheiten, Schädlinge und Trockenheit zunehmend immun zu machen. Bereits seit 1984 wird über die Tochtergesellschaft Planta GmbH Pflanzengenetik und Biotechnologie erforscht. Das Unternehmen beschäftigt zur Zeit 2800 Mitarbeiter. Die Gründerfamilie Büchting-Giese stellt den Aufsichtsratsvorsitzenden und hält 31% der Aktien, mit gut  35% sind Arend Oetker und die Tessner GmbH beteiligt. Der Rest ist im Streubesitz. In den letzten 5 Jahren ist KWS solide gewachsen. Der Umsatz stieg von 2004 bis 2008 von 444 Millionen EUR auf rund 600 Millionen USD und der Gewinn je Aktie von 4,29 EUR auf 7,74 EUR. Der Aktienkurs ist dagegen  in den letzten 52 Wochen von 176 EUR auf aktuell 98 EUR gefallen. Ein Grund, das Unternehmen näher zu analysieren – siehe auch Concerta-Anlegerservice Februar Ausgabe 2009.

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03/2009

Rhön-Klinikum AG

Seit über 35 Jahren ist die Rhön-Klinikum AG als Gesundheitsdienstleister und Klinikbetreiber am Markt. Dabei setzt der Konzern vor allem auf Rationalisierungsstrategien und Kostensenkungsprogramme. In den letzten Jahren wurden vermehrt öffentliche Häuser übernommen, um diese wettbewerbsfähiger zu machen. Für das Jahr 2008 wurden ordentliche Zahlen vorgelegt. Doch wie geht es auf diesem Gebiet weiter? Wie sind die Aussichten für die nächsten Jahre in einem aktuell allgemein schwierigen wirtschaftlichen Umfeld? Lesen Sie dazu unsere aktuelle Aktienanalyse in der neuen Ausgabe vom Concerta-Anlegerservice.

Syngenta AG

Vor 9 Jahren entstand durch den Zusammenschluß von Novartis Agribusiness und Zeneca Agrochemicals das Schweizer Unternehmen für Pflanzenschutzmittel und Saatgut mit dem Fantasienamen „Syngenta“. Der Begriff „Syn“ leitet sich aus dem Griechischen ab und steht für Synergie, Synthesis und Integration während „Genta“ aus dem Lateinischen „gens“ abgeleitet ist und „Menschen – Mitarbeiter zusammen bringen“ bedeutet. Das ist Syngenta vortrefflich gelungen, denn das Unternehmen ist heute mit 24.000 Mitarbeitern in über 90 Ländern die größte Firma für Pflanzenschutzmittel und Saatgut. 2008 wurde ein Umsatz von 11,6 Milliarden USD und ein Gewinn von 1,9 Milliarden USD erwirtschaftet. In den letzten 10 Jahren betrug das Umsatzwachstum jährlich 9,4% und der Gewinn je Aktie konnte jährlich um 25,7% dank der guten Konjunktur in der Landwirtschaft gesteigert werden. Wie viele Unternehmen erlitt auch Syngenta im letzten Quartal von 2008 einen kräftigen Kursrückgang von 67 auf 27 USD, aber zwischenzeitlich notiert die Aktie schon wieder bei über 40 USD. Die Kennziffern sind bisher noch sehr positiv zu bewerten.
Wer sich für die Aktie interessiert, sollte die März-Ausgabe 2009 vom Concerta-Anlegerservice anfordern.

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04/2009

Rosenbauer International AG

Rosenbauer International ist einer der größten Hersteller weltweit von Feuerwehrfahrzeugen für den abwehrenden Brand- und Katastrophenschutz und blickt auf eine über 143jährige Tradition zurück. Zur Zeit beträgt der Exportanteil des Konzerns über 80%. Das Angebot reicht von Löschfahrzeugen und Hubrettungsgeräten bis hin zu fortschrittlichen Flugfeldlöschfahrzeugen. Ergänzt wird die Produktpalette durch spezielle Ausrüstungen für das Löschpersonal. Doch wie sieht die Zukunft des Traditionskonzerns aus? Welche Auswirkungen hat die globale Krise? Lesen Sie dazu unsere Analyse im aktuellen Concerta-Anlegerservice.

SGL Carbon SE

Vor kurzem hat sich die SGL Carbon AG die Rechtsform einer Europäischen Aktiengesellschaft gegeben und damit deutlich gemacht, daß sich diese Gesellschaft auf einer globalen Plattform bewegt. Erst 1992 wurde der Geschäftsbereich Graphitelektroden und –kathoden aus dem Chemiekonzern Hoechst ausgegliedert. Heute ist das Unternehmen, das sich auch gerne „The Carbon Company“ nennt, eine sehr innovative Gesellschaft, die sich in den Bereichen Graphitmaterialien und –systeme sowie für Kohlenstoff-Fasern und Komponenten neue Anwendungen erschließt. Zusammen mit einem japanischen und amerikanischen Konkurrenten wurde SGL Carbon vor 6 Jahren wegen Preisabsprachen zu hohen Geldstrafen verurteilt. Diese schmerzhafte Delle konnte verkraftet werden. In den letzten Jahren haben sich Umsatz und Gewinn prächtig entwickelt. Kürzlich hat die Quandt-Erbin Susanne Klatten über ihre Beteiligungsgesellschaft SKion GmbH 7,92% des Aktienkapitals der Gesellschaft erworben. Es wurde gleichzeitig bekanntgegeben, daß die Gruppe den Anteilsbesitz auf bis zu insgesamt 24% aufstocken kann.
Das macht die Aktie interessant, denn die aktuelle Bewertung ist mit einem KGV von 6,4 angesichts der mittelfristigen Wachstumsaussichten sehr niedrig.
Nähere Informationen gibt es in der April-Ausgabe vom Concerta-Anlegerservice.

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05/2009

China Mobile Ltd.

China Mobile  wurde erst 1997 gegründet und ist heute mit rund 471 Millionen Kunden und einem Marktanteil von 72,4% beherrschender Marktführer für Mobilfunkdienste in China.  Im Januar 2009 wurden neue Mobilfunklizenzen der dritten Generation (3G) vergeben.  Neben zwei anderen Unternehmen, China Unicom und China Telecom, erhielt China Mobile eine Lizenz für den 3G-Standard TD-SCDMA. In den 3G-Netzausbau und in die Errichtung von Mobilfunk-Basisstationen in zahlreichen chinesischen Städten wurden bereits erhebliche Investitionen getätigt. Zusätzlich hat China Mobile  an der  drittgrößten taiwanesischen Telekomgesellschaft,  Far EasTone Telecommunications Co., 12% des Aktienkapitals  erworben.  Diese ist Expertin für 3-G-Technik und wird insoweit China Mobile bei dem Ausbau der 3-G-Technik unterstützen. Auf der anderen Seite sieht Far EasTone Telecommunications in dieser Zusammenarbeit einen Einstieg in die Expansion im Ausland. Politisch ist diese Beteiligung ein Signal  für die engere Zusammenarbeit zwischen China und  Taiwan  auf dem Gebiet der Wirtschaft.
Wer näheres über die Aktie erfahren will, sollte unseren Concerta-Anlegerservice, Ausgabe Mai 2009, anfordern.

Gilead Sciences

Dieser Biotechnologiewert der Spitzenklasse ist kaum bekannt. Vielleicht hängt das damit zusammen, daß außerhalb Nordamerikas die begehrten Medikamente vornehmlich über Roche, Pharmacia  und Bristol Myers Squibb vertrieben werden.  Gilead wurde 1987 in Foster City, Kalifornien, gegründet und erwirtschaftet  heute mit 4000 Mitarbeitern einen Umsatz von 5,3 Milliarden USD und einen Gewinn von 2 Milliarden USD. In  den letzten 5 Jahren  konnten Umsatz und Gewinn jährlich um mehr als 40% gesteigert werden.  Gilead entwickelt Medikamente gegen Krebs, Infektionskrankheiten wie Grippe, Hepatitis und HIV. Durch den Erwerb von CV Therapeutics in diesem Jahr  wird der Produktbereich Therapeutika gegen Herzkrankheiten  gestärkt.  Die sogenannten Blockbuster Truvada (2,1 Milliarden USD Umsatz) und Atripla (1,6 Milliarden USD Umsatz)  sind bis 2021 durch exklusive Verkaufsrechte  abgesichert. Sie  werden zur Bekämpfung  von HIV/Aids eingesetzt.  Darüber hinaus verfügt Gilead über acht marktreife Produkte wie  unter anderem über Viread, AmBisome, Tamiflu, Hepsera und Emtriva.  Die Nachfrage nach Antivirenmittel ist  groß, so daß sich das zweistellige Wachstum auch in Zukunft fortsetzen sollte.
Mehr über diese Gesellschaft finden Sie im Concerta-Anlegerservice, Ausgabe Mai 2009.

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06/2009

Bechtle AG

In 26 Jahren hat sich ein IT-Spezialist von einer Ein-Mann-Gesellschaft zu einem Unternehmen mit 4400 Mitarbeitern hochgearbeitet und ist heute der größte unabhängige IT-Dienstleister in Deutschland mit einem starken Standbein in der Schweiz. Es wurden über 30 Unternehmen übernommen und integriert. Das Erfolgskonzept heißt auch heute noch "der Kunde ist König". Betreut werden vornehmlich mittelständische Unternehmen.
2008 wurde der Umsatz auf 1,43 Milliarden EUR gesteigert, und der Gewinn soll ebenfalls erhöht werden. Am 30.3.2000 am Neuen Markt zur Zeit des "Börsenhype" zu 27 EUR eingeführt, stieg der Kurs sofort auf 37,50 EUR und fiel seitdem auf unter 5 EUR. Zur Zeit wird die Aktie mit einem Kurs von rund 13 EUR maßvoll bewertet. Gemessen an den Wachstumschancen ist das KGV zu niedrig. Hinzu kommt, daß Bechtle sehr solide finanziert ist und mit einer Eigenkapitalquote von 65% der Bilanzsumme zu den Substanzperlen an der Börse gehört. Die Aktien der Bechtle AG werden mittlerweile im TecDAX-Segment gehandelt.

GERRY WEBER International

GERRY WEBER International hat sich konsequent seit 2002 als internationalen Lifestyle-Konzern für Damenoberbekleidung der mittleren und gehobenen Preisklasse ausgerichtet. Nicht so erfolgreiche Marken wie Court One und Yomanis wurden nicht mehr fortgeführt und unter der sehr angesehenen Marke GERRY WEBER drei Untermarken aufgebaut, nämlich "G.W.", "Gerry Weber Edition" und "Gerry Weber Sport". Die auf junge Geschäftsmode spezialisierte Marke "Taifun" und die auf große Größen ausgerichtete Marke "Samoon" wurden weiter gepflegt und zeigen erfreuliche Wachstumsraten. Auch der Vertrieb wurde neu geordnet und der Aufbau einer eigenen Einzelhandelskette unter dem Namen "House of Gerry Weber" forciert. Mittlerweile gibt es 250 Läden, 2009 sind weitere 100 „House of Gerry Weber“ Geschäfte geplant, davon 50 im Ausland. Auch das "Shop-in-Shop Konzept wird konsequent ausgebaut. Parallel dazu erfolgt über Lizenzverträge der Verkauf von Schuhen und Accessoires. Seit 2006 wird sogar eine Herrenkollektion in enger Zusammenarbeit mit dem Bekleidungshersteller Leithäuser vertrieben.
Wenn auch im ersten Quartal, welches zum 31.1.2009 endete, die Auftragseingänge noch erfreulich waren, hat sich das bis Mai 2009 nicht unerheblich verschlechtert. Es wird nur noch ein Umsatzwachstum von 6% erwartet, aber die Betriebsgewinnmarge soll auf 12% steigen, so daß insgesamt mit einem erfreulichen Ergebnis gerechnet werden kann, zumal die finanzielle Ausstattung unverändert solide ist und genügend Liquidität für sinnvolle Investitionen vorhanden ist.

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07/2009

Rio Tinto Group

Rio Tinto Group gehört zu den weltgrößten Bergbauunternehmen, die Hauptarbeitsgebiete sind Eisenerz, Kupfer, Aluminium und Energie. Kürzlich hat Rio Tinto Alcan Aluminium übernommen. Dadurch haben sich die Nettoschulden auf 38,5 Milliarden USD erhöht, diese sollen nunmehr mit 15,2 Milliarden USD Einnahmen aus einer unlängst abgewickelten Kapitalerhöhung zurückgeführt werden. Die Aktionäre dieser vornehmlich in Australien und Kanada arbeitenden Gruppe hatten den ursprünglichen Plan, sich stärker mit der viertgrößten chinesischen Aluminiumholding Chinalco zu verflechten, abgelehnt. Nach den Boomjahren 2007 und 2008 brachen nicht nur infolge der weltweiten Finanzkrise die Rohstoffpreise ein, sondern auch die Nachfrage reduzierte sich deutlich. Das galt in weit höherem Maße für den Aktienkurs, der, in Euro gerechnet, von 74 auf beinahe 10 EUR fiel und zur Zeit um 25 EUR notiert. Da die mittelfristigen Aussichten für die Rio Tinto Group, insbesondere nach der erfolgreich durchgezogenen Kapitalerhöhung, sehr gut sind, empfehlen wir ein näheres Studium – siehe auch Concerta-Anlegerservice, Ausgabe Juli 2009.

Vossloh AG

Im Jahre 1872 startete Eduard Vossloh im sauerländischen Werdohl mit einer kleinen Schmiede. Nach einer sehr wechselvollen Unternehmensgeschichte erhielt die Vossloh Gruppe 1989 die Rechtsform einer Aktiengesellschaft und wenig später wurden die Aktien an der Börse zum Handel zugelassen. 1997 gelang der Sprung in den M-DAX. Erst in diesem Jahrhundert erfolgte die gezielte Ausrichtung als ein Unternehmen der Eisenbahntechnik und –infrastruktur. Vossloh ist weltweit bekannt und geschätzt für seine Schienenbefestigungssyteme und Weichen. Neu aufgebaut wurden durch Akquisitionen der Lokomotivbau und die Schienenfahrzeuginstandhaltung. Bemerkenswert ist, daß in den turbulenten Börsenzeiten der letzten 18 Monate diese Aktie sich, abgesehen von einem Ausrutscher im Herbst 2008, sehr stabil gehalten hat. Die Eisenbahninfrastruktur ist weltweit ein Wachstumsmarkt, Vossloh verfügt über ein gutes Auftragspolster und ist bekannt für hochqualitative Arbeit. Wir empfehlen, sich über das Unternehmen, welches wir auch in der Juli-Ausgabe des Concerta-Anlegerservice vorstellen, genau zu informieren.

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08/2009

Aflac Inc.

Eine amerikanische Versicherungsgesellschaft besonderer Art
Aflac – früher bekannt unter dem Namen American Family Corporation - hat sich im Laufe der letzten 50 Jahren in seinen Spezialbereichen „garantiert erneuerbare Versicherungen in den USA“ und „Marktführer für individuelle Versicherungspolicen in Japan“ einen Namen gemacht. Die Aktie wird an der NYSE notiert. Seit 26 Jahren wird die Dividende jedes Jahr erhöht. Für 2008 betrug die Steigerung gegenüber 2007 alleine 20%. Das Unternehmen ist sehr aktionärsfreundlich und hat kürzlich als erste Gesellschaft in den USA im Verwaltungsrat entschieden, daß in Fragen der Honorierung der Direktoren die Aktionäre mitbestimmen dürfen. Rund 70% des Versicherungsgeschäftes macht Aflac in Japan. Es begann mit Krebszusatzversicherungen und dehnte sich auf andere ergänzende Versicherungen für Notfälle aus. Über Unternehmen, Arbeitnehmerorganisationen und nunmehr auch über Banken werden die Policen vertrieben. An der Börse erlebte Aflac in den letzten 52 Wochen ebenfalls eine Talfahrt von einem Höchstkurs von 68 USD bis auf 10,83 USD, hat sich aber zwischenzeitlich auf über 40 USD erholt, denn die auch bei Aflac erforderlichen Abschreibungen auf Wertpapiere hielten sich dank einer vorsichtigen Anlagepolitik in Grenzen.

Deutsche Börse AG

ist Betreiber der Frankfurter Börse und der Clearstream Abwicklungsgesellschaft für Wertpapiere. Die Deutsche Börse, ursprünglich einmal gegründet von deutschen Banken und Finanzinstitutionen wurde 10 Jahre später, im Jahr 2000, an die Börse gebracht. Heute halten die Aktien zu 97% institutionelle Anleger und nur 3% sind in den Depots der Privatanleger. Im Rahmen von Übernahmeschlachten unter den europäischen Börsen verlagerte sich der Besitz sehr stark auf ausländische Investoren in Großbritannien und in den USA, nur 18% der Aktien sind in deutschen Händen. Die Deutsche Börse AG mit Xetra, Eurex und Clearstream hat eigentlich die Finanzkrise bisher recht gut gemeistert. Die Wertpapierumsätze sind zwar mächtig zurückgegangen und auch das Clearstream-Geschäft erlitt Einbußen, aber insgesamt ist die Gesellschaft profitabel. Zur Zeit geben zwar die Analysten der Aktie nur wenig Chancen für einen deutlichen Kursanstieg, aber die fundamentalen Daten stimmen und das Management bemüht sich, die Kosten deutlich zu senken. Da der Dow-Jones-Index zum Verkauf ansteht, könnte es sein, daß die Deutsche Börse sich für den Dow Jones Europe Index interessiert.

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09/2009

Qiagen N.V.

Ein Wachstumswert par excellence
Vor drei Jahren haben wir Qiagen N.V. das letzte Mal zu einem USD-Kurs von 13,15 vorgestellt. Heute notiert das Papier über 20 USD. Wir haben damit zwar noch nicht das gesetzte Fünfjahresziel erreicht, aber der Kursverlust in der letzten Börsenbaisse war deutlich niedriger als bei anderen Biotechnologieunternehmen. Erfreulich ist aber auch, daß Umsatz und Gewinn stärker gestiegen sind als die Aktienkurse. Das macht die Aktie wieder attraktiv für eine nähere Betrachtung. Qiagen hat mit dem Erwerb von Digene einen großen Sprung gemacht und ist jetzt Marktführer für den Gebärmutterkrebstest. Die Probenvorbereitungs- und Testverfahren erfahren jetzt auch eine deutliche Verbreiterung, auch bei der Erkennung und Erforschung der Schweinegrippenviren ist Qiagen involviert. Gewinn und Umsatz wachsen auch in diesem Jahr zweistellig gegenüber 2007. Eine Dividende wird nicht ausgeschüttet sondern alle erwirtschafteten Gelder für das Unternehmenswachstum eingesetzt.

Wirecard AG

ist einer der führenden internationalen Anbieter elektronischer Zahlungs- und Risikomanagementlösungen. Wir haben Wirecard AG erstmalig analysiert, nachdem die Gesellschaft seit 2004/5 sich neu formiert hat und seitdem stark wachsende Ergebnisse vorlegt. Hervorgegangen ist Wirecard AG aus InfoGenie AG, die 2002/3 fast Schiffbruch erlitten hätte. Die Gesellschaft wurde restrukturiert, das Management ausgewechselt und das Geschäft „elektronischer Zahlungsverkehr“ gezielt ausgebaut. Heute unterstützt Wirecard AG weltweit über 10.000 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen bei der Automatisierung ihrer Zahlungsprozesse und der Minimierung von Forderungsausfällen. Parallel dazu wurde die Wirecard Bank AG gegründet, die Konten- und Kreditkartendienstleistungen sowohl für Geschäfts- als auch Privatkunden anbietet. Das erfolgt in erster Linie für VISA, MasterCard und JCB.
Trotz Finanz- und Wirtschaftskrise konnte Wirecard 2008 Umsatz, Gewinn und Eigenkapital kräftig steigern. Das setzt sich in 2009 fort. Deswegen haben wir diese Aktie näher unter die Lupe genommen, auch wenn der Kurs sich seit März 09 von circa 4 EUR auf 7,60 EUR erholt hat.

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10/2009

RWE

RWE hat sich nach dem Vorstandswechsel als Energiekonzern auf  Strom und Gas konzentriert.  In diesen Bereichen nimmt RWE Spitzenpositionen in Deutschland und Großbritannien ein, in Europa ist RWE Nr.3 beim Stromabsatz und die Nr. 6 beim Gasverkauf.
Wir haben die Aktie vor 4 Jahren analysiert und zu einem Kurs von 47,54 EUR zum Kauf empfohlen. Damals betrug die Dividende noch 1,50 EUR, heute sind es 4,50 EUR. Bei einem aktuellen Kurs von 63,64 EUR ergibt sich eine Rendite von 7%. Allerdings konnten 2008  aus dem Verkauf von Beteiligungen Sondergewinne erzielt werden, die sich 2009 nicht wiederholen werden. Dafür kann RWE  in diesem Jahr die niederländische Essent-Gruppe zu einem deutlich niedrigeren Kaufpreis übernehmen.  Darüber hinaus besteht die Hoffnung, daß die  Laufzeiten der  sicher arbeitenden Kernkraftwerke unter der neuen Regierung verlängert werden.

Roche Holding Genußscheine

Im Jahre 1896 gründete Fritz Hoffmann-La Roche sein Unternehmen,  in dem er die industrielle Fertigung von Medikamenten  vorantrieb.  Bis zum Ersten  Weltkrieg  konnte er den  Absatz seiner Medikamente unter eigens geschaffenen Markennamen in der Schweiz und im Ausland stark ausweiten.  Nach einer ersten ernsthaften Krise  von 1915 bis 1927 wurde die zweite Wachstumsphase mit  dem Aufbau einer Vitaminproduktion in die Wege geleitet.  Heute gehört Roche zu den Spitzenunternehmen der Pharmaindustrie und ist insbesondere bekannt  für seine onkologischen Medikamente und für  die Betreuung von Diabetikern. Kürzlich hat Roche die restlichen Anteile der Genentech  für 40 Milliarden USD erworben.  Roche erwirtschaftet 45 Milliarden CHF Umsatz, investiert über 9 Milliarden CHF jährlich in die Forschung. Die Aktie ist historisch betrachtet auf Basis des aktuellen KGVs von 13 sehr preiswert. Seit einigen Jahren wird die Dividende überdurchschnittlich gesteigert, so daß auch die Aktionäre unmittelbar an dem Wachstum partizipieren.

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11/2009

C.R. Bard, Inc.

C.R. Bard wurde vor über 100 Jahren von Charles Russell Bard gegründet. Er wollte Produkte entwickeln, die Blasenbeschwerden lindern. Heute gehört C.R. Bard, Inc. zu den ganz großen Firmen der Medizintechnik wie Baxter, Medtronic, Boston Scientific und St. Jude Medical. Die Produktpalette konzentriert sich auf die Bereiche Gefäßmedizin, Urologie und Onkologie. Die Gesellschaft ist sehr solide finanziert. Das Eigenkapital beträgt fast 2 Milliarden USD, die Bankschulden lediglich 150 Millionen USD. Die Dividende ist gering, wird jedoch stetig erhöht. Die Gewinne werden vornehmlich in Forschung und Entwicklung reinvestiert, um auch in Zukunft eine überzeugende Technologie bieten zu können. Die Aktie ist aktuell im Vergleich zu der Bewertung in den letzten 5-10 Jahren sehr günstig zu haben. Das KGV beträgt nur 15,4 gegenüber einem Durchschnitt von 20 in den letzten 10 Jahren. Diese Aktie erscheint für den langfristig, aber auch kurzfristig denkenden Anleger attraktiv. Eine ausführliche Darstellung finden Sie im Concerta Anlegerservice November 2009.

Kontron AG

Im Jahr 2000 wurde die Gesellschaft unter dem damaligen Firmennamen Kontron Embedded Computers AG an dem Neuen Markt der Frankfurter Börse eingeführt. Nach einem fulminanten Start im NEMAX50 im Rahmen der Technologieeuphorie erlebte die Aktie eine beispiellose Talfahrt von 66 EUR bis auf 1,69 EUR im Jahr 2002. Das Jahresergebnis war 2002 mit 1,7 Millionen und 2003 mit 29,5 Millionen EUR negativ. In den Jahren 2004 bis 2008 konnte Kontron den Jahresüberschuß von 13,7 auf 36,3 Millionen EUR um 165% steigern. Die Eigenkapitalquote betrug immer über 50%, 2008 sogar 62%. Der Umsatz wurde in den letzten 5 Jahren kontinuierlich zweistellig erhöht. Heute gehört Kontron AG zusammen mit zwei anderen Gesellschaften zu den Marktführern weltweit für Embedded Computer. 2009 hat sich umsatz- und ertragsmäßig eine Delle ergeben. Dank der guten Auftragslage wird jedoch wieder ein kräftig wachsendes Geschäft für 2010 erwartet. Näheres erfahren Sie im Concerta Anlegerservice, Ausgabe November 2009.

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12/2009

Chevron Corp.

Chevron ist eine der größten integrierten Energiegesellschaften weltweit. Die Ursprünge werden zurückverfolgt bis zum Jahr 1879, in dem ein Ölfund im Pico Canyon, nördlich von Los Angeles, gemacht wurde. Daraus entstand dann die Pacific Coastal Oil Company, die sich später in Standard Oil Co. of California umbenannte und schließlich den Namen Chevron erhielt. Das war 1984, als die Gulf Oil Corp. übernommen wurde. 2001 fusionierte Chevron mit Texaco und 2005 mit Unocal Corporation. Diese Fusionen und Übernahmen haben Chevron zur zweitgrößten Energiegesellschaft weltweit gemacht. In den letzten Jahren hat es Chevron verstanden, die Öl- und Erdgasproduktion überdurchschnittlich zu erhöhen. Auch in den nächsten Jahren werden Vorhaben in vielen Regionen der Erde die Produktion aufnehmen. Das macht Chevron wachstumsstark und interessant. Nähere Einzelheiten finden Sie in der Dezember-Ausgabe des Concerta Anlegerservice.

ISRA VISION AG

ISRA VISION AG ist ein Ableger der Darmstädter TH. Es handelt sich um ein hochinnovatives Wachstumsunternehmen. Seine Spezialgebiete sind die Bereiche industrielle Bildverarbeitung und Oberflächeninspektionssysteme. Auf beiden Gebieten gehört ISRA VISION zu den Weltmarktführern. Im Jahre 2000 wurden die Aktien am Neuen Markt zu 29 EUR eingeführt und erreichten sehr schnell Spitzenkurse von 85 EUR. Aber schon 2002 begann die Talfahrt und in den letzten 52 Wochen fiel der Kurs bis auf 4,85 EUR zurück, obwohl seit 2000 mit einer Unterbrechung im Jahr 2007 der Umsatz und Gewinn ständig zweistellig gestiegen sind. Auch im Jahr der Wirtschaftskrise, 2009, mußte ISRA VISION einen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen, aber er war ausgesprochen moderat, so daß ein Studium dieser Aktie, die mit einem Kurs von 12,20 EUR nur mit dem 8-9fachen Gewinn bewertet wird, sehr interessant erscheint. Näheres können Sie in der Dezember-Ausgabe des Concerta-Anlegerservices nachlesen.

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