ANLAGEMÖGLICHKEITEN DES MONATS

FEBRUAR 2017

Im Sommer/Herbst 2016 suchte man weltweit vergeblich nach rentablen festverzinslichen Wertpapieren. Viele Schuldverschreibungen warfen „negative Zinsen“ ab. Dies galt allen voran für Obligationen aus der Schweiz. Aber auch deutsche und einige amerikanische Titel warfen keinen Zins mehr ab. Ein halbes Jahr später ist die Welt für Sparer natürlich nicht voller Sonnenschein, aber zumindest sind dank eines Zinsanstiegs wieder einige festverzinsliche Wertpapiere mit positiver Rendite zu erwerben. Die im vergangenen Monat beschriebene Bahn-Anleihe wird weiterhin mit Kursen um 93% gehandelt, die Fälligkeit im Jahr 2031 erscheint manchem Anleger vielleicht als zu lang. Interessanter, aber auch risikoreicher sind zwei nachrangige Anleihen der Deutschen Bank und der Commerzbank. Den 8%er der Deutschen Bank stellten wir schon mehrfach an dieser Stelle vor. Das erstmalige Sonderkündigungsrecht kann im Mai 2018 geltend gemacht werden. Sollte die Bank das Papier dann kündigen, wird die Schuldverschreibung zu 100% zurückgezahlt. Bei einem aktuellen Kurs von ca. 104% rentiert das Papier mit derzeit knapp unter 4%. Bei einer theoretischen Restlaufzeit von gut einem Jahr ist das eine lukrative Anlagemöglichkeit. Auch die Commerzbank bietet eine neue Nachranganleihe mit einem Kupon in Höhe von 4% an. Die Laufzeit von 10 Jahren hält vielleicht manchen Sparer ab, hierin zu investieren. In den Bereich der Minizinsen bewegen wir uns mit den nächsten beiden Angeboten. Die Deutsche Telekom bietet eine Rendite von 0,5% bei einer Laufzeit bis Oktober 2021. Die Bayern LB bietet bei einer etwas kürzeren Laufzeit bis Januar 2021 eine Rendite von knapp unter 0,4% p.a. Wie gesagt, es sind Minizinsen, aber die Zeit negativer Verzinsungen ist wohl erstmal vorbei.

Krefeld, im Januar 2017