ANLAGEMÖGLICHKEITEN DES MONATS

MÄRZ 2017

Viele Anleger hofften, dass die Euro-Krise überwunden ist oder zumindest, dass diese „im Griff ist“. Leider müssen wir immer wieder darauf hinweisen, dass keine der seit vielen Jahren bestehenden Kernprobleme der Euro-Zone gelöst wurden, sondern höchstens an Symptomen herumgedoktert wurde. Sehr eindrucksvoll ist dies seit einigen Tagen wieder an den sehr unterschiedlichen Zinsentwicklungen für diverse europäische Staatsanleihen zu beobachten. Während sich die Renditen von Anleihen der Bundesrepublik Deutschland wieder deutlich nach unten entwickeln und somit die Kurse dieser Papiere steigen, ist es bei Staatsanleihen aus Griechenland, Italien, Spanien, Portugal und auch Frankreich genau umgekehrt, die Renditen steigen teilweise stark an. Hierin drückt sich die wieder wachsende Unsicherheit über die Zukunft der europäischen Gemeinschaftswährung aus. Gerade für das arg gebeutelte Griechenland wird es immer kritischer, die angehäuften Schulden jemals zurückzahlen zu können. Man wird nicht umhinkommen, Griechenland über kurz oder lang aus der Eurozone zu entlassen. Angesichts der anstehenden Bundestagswahlen wird man mit dieser unangenehmen Aussage seitens der deutschen Regierung nicht an die Öffentlichkeit gehen. Je mehr die Euro-Krise wieder ins Bewusstsein der internationalen Anleger rückt, desto stärker wird die Nachfrage nach erstklassigen Anleihen solventer Schuldner. Insofern ist die Nachfrage nach deutschen Staatstiteln nur allzu verständlich. Im Monat Februar wiesen wir auf mehrere Anleihen hin, welche bei vertretbarem Risiko noch ansehnliche Renditen erwirtschaften. Mit einer Ausnahme gelten diese Empfehlungen weiterhin, denn die Anleihe der Deutschen Bank hat im Kurs mittlerweile auf über 106% angezogen. Bei einer möglichen Kündigung im nächsten Frühjahr liegt die zu erzielende Rendite zu niedrig für ein Neuinvestment. Eine neue Anleihe begab der Stahlkonzern Thyssen-Krupp. Die 1,25 Milliarden schwere Emission wird mit 1,375% verzinst und hat eine Laufzeit bis zum März 2022. Bei einem Kurs von knapp unter 100% rentiert das Papier bei ca. 1,5% p.a.

Die Mindeststückelung von 1.000,-- Euro ist sehr anlegerfreundlich.

Krefeld, im März 2017