ANLAGEMÖGLICHKEITEN DES MONATS

APRIL 2017

Im März 2017 hob die US-Notenbank den Leitzins wie erwartet moderat um weitere 0,25% an. Die weiterhin guten Konjunkturaussichten, die steigende Zahl von Arbeitsplätzen und die geringe Inflation ließ der FED keine andere Wahl, als den nächsten Zinsschritt umzusetzen. Bereits im Vorfeld dieser Zinserhöhung stiegen die Renditen für US-Staatsanleihen. Seit der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der USA stiegen die Verzinsungen z.B. für 10-jährige Staatsanleihen der Vereinigten Staaten von 1,8% p.a. auf 2,65% p.a. Trotz dieser „Vorgaben“ aus den Staaten gibt sich die Europäische Zentralbank EZB äußerst zurückhaltend, was eine Änderung ihrer aktuellen Zinspolitik angeht. Trotz Forderungen von verschiedenen Seiten, die Nullzinspolitik zu ändern, wird sich nach Aussagen von EZB-Chef Mario Draghi hieran vorerst nichts ändern. Es werden die angekündigten Anleihekäufe weiterhin durchgeführt und der negative Einlagenzins für Geschäftsbanken in Höhe von 0,4% p.a. bleibt bestehen. Letzteres bedeutet, dass alle Geschäftsbanken für Einlagen bei der Zentralbank einen Strafzins in Höhe von 0,4% zahlen. Nachdem eine kleinere Volksbank vom Tegernsee bereits vor Monaten diesen Strafzins auch an private Kunden weitergab, gingen nun auch einige Sparkassen in die Offensive. Für „höhere“ Einlagen soll auch nun bei den öffentlich rechtlichen Instituten Geld dafür verlangt werden, wenn Kunden Geld auf Spar- oder Girokonten anlegen.

Bei den festverzinslichen Wertpapieren wurden im Vorfeld der US-Zinsentscheidung ebenfalls Renditeerhöhungen beobachtet. Dies ging einher mit einem Kursrückgang der Papiere. In den letzten März-Tagen setzte hier eine kleine Gegenbewegung ein. Die Renditen sanken wieder und die Kurse stiegen an. Einer der Auslöser für diese Kursbewegung war die Aussage der EZB, weiterhin an der ultralockeren Geldpolitik festhalten zu wollen. Anleger, welche festverzinsliche Wertpapiere erwerben und bis zur Fälligkeit halten wollen, brauchen bei einem Erwerb dieser Papiere keinen Blick auf die Kursbewegungen zu werfen. Bei Fälligkeit werden die Papiere zu 100% zurückgezahlt. Die Firma Sixt-Leasing gibt eine neue Anleihe mit einem Kupon in Höhe von 1,125% aus. Bei aktuellen Kursen von 100,10% ergibt sich eine Rendite von ca. 1,1%. Die Laufzeit ist bei einer Fälligkeit im Februar 2021 überschaubar. Die Stückelung liegt bei 1.000,--. Wer sich länger binden möchte, für den bietet die neue Anleihe von HeidelbergCement eine interessante Anlagemöglichkeit. Das am 7. April 2016 fällige Papier bietet eine Rendite von 1,6% und wird anlegerfreundlich mit einer Stückelung von 1.000,00 Euro gehandelt. Auch die in den Vormonaten beschriebenen Anleihen der Deutschen Bahn, der Commerzbank und auch der Deutschen Bank können weiterhin beachtet werden. Zu erwähnen ist noch, dass die Ratingagentur S&P das Anleiherating für verschiedene Anleiheklassen der Deutschen Bank gesenkt hat. Alle Klassen befinden sich noch im sogenannten Investmentgrade.

Krefeld, im April 2017