KOMMENTAR

Anlagestrategie und Finanzmärkte:

Marktbericht Januar – Ausblick Februar 2017
„Politische Börsen haben kurze Beine“, so lautete unsere Überschrift im Monat November 2016. So kostete der Brexit drei Tage Angst, Trump drei Stunden und das „Renzirendum“ 3 Minuten.

Mit der Bestätigung, dass der neue US-Präsident Donald Trump und nicht Hillary Clinton heißen wird, erlebten die internationalen Börsen den beschriebenen kurzzeitigen Ausverkauf. Nach wenigen Stunden war dieser „Spuk“ vorbei. Die US-Börsenindices S & P 500, der Dow-Jones, der Nasdaq und der Russel 2000 legten an Tempo zu und notieren auf Allzeithoch. Auch europäische Aktienbörsen und der deutsche Leitindex DAX stiegen deutlich, ohne jedoch die historischen Hochs zu übertreffen.

Für die von der Concerta geführten internationalen Aktiendepots verlief auch der Januar 2017 sehr erfreulich. Durch unsere hohe Investitionsquote nehmen wir die derzeitigen Kurssteigerungen mit. Den Kursaufschwung der Aktien aus den letzten Wochen des Jahres 2016 konnten wir mit in den Januar 2017 nehmen.

Je weiter die Märkte steigen, desto anfälliger werden sie natürlich für Korrekturen. Für manche Aktie gilt daher durchaus die Devise, dass über Gewinnmitnahmen nachgedacht werden sollte. Allerdings sind gerade die hochbewerteten US-Titel wie Amazon, Alphabet, Apple, Facebook oder Microsoft im Januar 2017 gute Investitionen gewesen.

Mehrfach kaufte und verkaufte die Concerta die Aktie der Deutschen Bank und wir erzielten dabei ordentliche Kursgewinne. Das Kursziel dieser Aktie bleibt weiterhin die Marke von 22 Euro.

Nicht in den Hintergrund gedrängt werden sollte auch, dass die Dividendensaison Fahrt aufnimmt. DAX, MDAX und Co. schütten Rekordbeträge aus. Die Munich Re zahlt am 26. April 2017 8,25 Euro je Aktie, gleich viel wie im Vorjahr. Die Allianz zahlt im Mai 2017 mit 7,30 Euro je Aktie ebenfalls gleich viel, wie im Vorjahr. Auch die Autowerte BMW und Daimler zählen zu den dividendenstarken Titeln. Die hohen Dividendenrenditen sorgen für eine gewisse Kursstabilität, denn vor dem Hintergrund eines möglichen „Handelskrieges“ zwischen den USA und Deutschland wird gerade Deutschland als Exportweltmeister mit größeren wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben.

Seit einigen Wochen steigen die Zinsen in den USA und in Europa. Dies macht sich negativ in den Kursentwicklungen festverzinslicher Wertpapiere bemerkbar. Die Performance solcher Investments war im Januar 2017 verhalten bis negativ. Auffällig, ja gefährlich ist der wachsende Renditeunterschied im Euroraum. So rentieren Bundesanleihen mit einer 10-jährigen Laufzeit bei knapp unter 0,5% p.a. Eine italienische Staatsanleihe mit identischer Laufzeit bringt es dagegen auf über 2,2% p.a. Ein Wiederaufflammen der Eurokrise (so richtig verschwunden war diese Krise ja nie) ist an solchen Indikatoren deutlich zu erkennen.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen löste sich der Goldpreis deutlich von seinem Dezembertief und erholte sich um über 100 Dollar auf aktuell 1.205 $ je Unze. Im Zuge der Preisstabilisierung des Edelmetalls zogen Goldaktien wieder deutlich an. Gold- und Rohstoffaktien eignen sich somit weiterhin als Tradinginvestment für nervenstarke Anleger.

Krefeld, im Februar 2017

 

 

Gemäß § 34b WpHG sind wir verpflichtet, auf mögliche Interessenkollisionen hinzuweisen.
Wir erklären hiermit, dass die Kunden der Concerta sowie die Verfasser dieser Kommentare viele der Aktien, die wir in diesem Service erwähnen oder analysieren, selbst besitzen oder erwerben werden.